Dienstag, 17. Januar 2017

Meine Lesung bei Radio Triquency

(Alternativtitel: Der Montag aus der Hölle ... der aber noch richtig gut wurde.)

Montage sind scheiße!
Ist so. War so. Wird immer so sein.

Der 16.01.17 ist ein sehr gutes Beispiel. Am späten Nachmittag sollte ich beim Uniradiosender Triquency in Lemgo meine Kurzgeschichte "Clown-Syndrom" vorlesen. Über die Einladung habe ich mich sehr gefreut und wie immer verspürte ich zuerst einmal keine Aufregung. Der geregelte Tagesablauf hatte mich fest im Griff. In Gedanken war ich immer wieder in Lemgo, aber ein stressiger Arbeitstag, nach dessen Ende ich froh war, noch zu wissen, wie ich heiße, ließ mir keine Zeit nervös zu werden.

Daheim hatte ich etwas Zeit zur Ruhe zu kommen. Es mussten noch Sachen ins Auto gebracht werden, die Route mal angucken und so weiter. Aufregung? Nö!

Bis der Wagen nicht an sprang und ich fast ins Lenkrad gebissen hätte. Verdammte Axt! Ich dachte wirklich, ich müsste Jenny Karpe, Autorenkollegin, Teamkollegin bei der Schreibnacht und die Person, die mich zu Radio Triquency eingeladen hat, absagen. Kurz vor der Lesung! Oder eben die Zugverbindung checken, ein Taxi kapern und zusehen, wie ich zur Uni komme. Aber mir saß die Zeit etwas im Nacken.

Doch siehe da: Ein paar stumme Verwünschungen und nahende Herzattacken später, läuft der Wagen, als wäre nie etwas gewesen. Der wollte es wohl auch spannend machen. Oder war das Rache dafür, dass ich bei meiner ersten Radiolesung bei Mikro Minden meine Geschichte "Black Cadillac" gelesen habe? Eine Geschichte über ein Auto, mit einem düsteren Geheimnis.

Wie dem auch sei, ich war unterwegs und musste nur noch tanken. Dann aber noch dem Polizisten ausweichen, der während des gesamten Tank- und Bezahlvorgangs im Streifenwagen auf dem rechten Fahrstreifen stand und dann ausstieg, als ich gerade im Begriff war, an ihm vorbei zu fahren. Statt eines Strafzettels, gab es einen bösen Blick.

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Meine Frau stieg am Bahnhof hinzu und dann ging es endlich nach Lemgo. Noch immer keine Nervosität in Sicht. Bis wir am Ziel sind ...
Es war meine sechste Lesung, aber das Lampenfieber wird mich wohl auch noch bei meiner letzten begleiten. Es half schon mal, dass ich es bei Radio Triquency mit sehr netten Leuten zu tun hatte. Ein Schluck Wasser, um nicht mit trockenen lesen zu müssen, wäre schön. Aber ich vergaß: Wir sind hier beim Unisender. Als würden Studenten Wasser trinken ;-)

 (Knabberzeugs, Cocktails und die Lesebühne. Der Sessel war äußerst bequem ;-) )

Für Cocktails geplanter Saft tut es aber auch. Und nach ein paar Pläuschchen mit dem Team ging es dann auf die Bühne.Es hatte sich nichts daran geändert, dass ich nervös war. Andererseits beweist mir das aber auch, dass ich niemanden enttäuschen möchte und mir eine gute Lesung immer noch wichtig ist. Ein paar Szenen sorgten an den richtigen Stellen für Lacher. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Danach war ich wieder einmal froh, es durchgezogen zu haben und bereit für ein kleines Interview, das Rico und Andreas von Radio Triquency mit mir führten. Irgendwie war ich hier gar nicht nervös. Es hat mir Spaß gemacht, mich mit den beiden zu unterhalten. Über ein paar Fragen musste ich lachen, was aber positiv gemeint ist. Bei der Frage, was in nächster Zeit so von mir kommt und was in letzter Zeit alles erschienen ist, fiel es mir tatsächlich schwer zu antworten, da gerade in den letzten Wochen mehrere Anthologien erschienen sind, in denen ich dabei bin und für 2017 bereits weitere geplant sind. Dass einem im entscheidenen Moment aber auch alles entfallen muss ...

(Mittendrin, statt nur dabei.)



Wie dem auch sei, nachdem der Tag so schrecklich begonnen hatte, war es ein toller Abend. Danke an das Triquency-Team für die Unterstützung und die Möglichkeit, bei euch zu lesen. Ich komme gerne wieder!

(Nach getaner Abend kam es dann noch zu einem entspannten Interview.)


Bis dahin,

Thomas.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Ein Interview in drei Akten

Wer von euch Facebook nutzt, kann sich heute ein dreiteiliges Interview mit mir durchlesen. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, Buchvorstellungen und noch mehr. Reinschauen lohnt sich also ;-)

Bitte hier entlang:
https://www.facebook.com/events/612756048927170/

Freitag, 2. Dezember 2016

Die Nacht der reitenden Leichen - Die total vergessene Erinnerung




Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, als ich zum ersten Mal "Blutgericht der reitenden Leichen" gesehen habe. Auf jeden Fall war ich zu jung für den Film, aber das hat mich ja nie gestört.Und damit begann auch eine bis heute anhaltende Fanliebe. Die Filme mögen Trash sein, können aber bestens unterhalten.

Heute habe ich mir den ersten Teil, "Die Nacht der reitenden Leichen", zum ersten Mal uncut angesehen. Nachdem ich ihn bestimmt mehrmals gesehen habe und ihn sogar einmal in schlechter Qualität auf VHS besaß, musste ich feststellen ... Ich konnte mich an nichts erinnern. An gar nichts. Und so fühlte sich dieser Film vollkommen neu für mich an.

Ich wurde richtig nostalgisch, denn das waren noch Zeiten, als es in Filmen um verlassene Gegenden ging, die von Einheimischen gemieden wurden, die aber junge Frauen in kurzen ... sehr kurzen Hosen nicht daran hinderten, in ihr Verderben zu laufen. 

Als Männer noch Schweißflecken unter den Armen haben durften, die selbst denen von Godzilla Konkurrenz machten. Zombies, waren so langsam wie Opa Peter, und doch entkam man ihnen nicht. Selbst dann nicht, wenn man um eine Säule herum und ihnen direkt in die Arme rannte. (Mal ehrlich: Was hat die Frau erwartet? Dass die Zombies ihr folgen und sich unterwegs verlaufen?) Dabei reicht auch noch die Zeit für ein Telefonat ... Okay, da musste ich echt lachen. Ich meine ... Erst wegrennen und dann jemanden anrufen, während der Zombie auf einen zukommt?

Diese düstere Musik, die oft in schnellen Zooms und Schreien endet. Und ein paar Zeitlupenszenen von den reitenden Leichen, die wirklich gut aussehen. Wenn man nicht darauf achtet, dass manche von ihnen stocksteif im Hintergrund stehen. Wie Puppen. Was sie wohl auch sind. 

Uncut bedeutet aber auch, dass viele Szenen, die wohl entfernt wurden, um den Film zu straffen, neu synchronisiert wurden und jeder Schauspieler zwei verschiedene Stimmen hat. Die eine ist nicht ganz so gut, die andere klingt wie ein gelangweilter Pornodarsteller. Besonders brutal ist der Film nicht. Etwas Kunstblut hier, ein wenig nackte Haut da. Kaum der Rede wert.

Warum mag ich diese Filme also so sehr? Nun ja, sie haben viele klassische Elemente, herrlich reißerische Titel, tolle Filmposter und so weiter. Der Trashfaktor ist hoch, aber handgemacht, old school und deswegen so sympathisch. Es gibt noch viel mehr, was ich über diese Filme erzählen könnte, aber das mache ich, wenn ich mir die drei (!!!) Sequels angesehen habe.

Bis dahin,

Thomas. 

Dienstag, 29. November 2016

Big Trouble in Dunwich




Der eine oder andere wird es schon mitbekommen haben: Ich liebe Filme!

Ein Film. den ich schon als Kind großartig fand, ist "Big Trouble in Little China" von John Carpenter. Es gibt Monster, Kung Fu und einen wirklich trotteligen Helden. Der Streifen gehört zu meinen ewigen Lieblingen und wie ich nun mal so bin, zolle ich solchen gerne Tribut.

Als ich mitbekam. dass die Autorin Claudia Rapp Geschichten für eine verrückte Hommage an H. P. Lovecraft sucht, war ich sofort Feuer und Flamme. Es dauerte nur ein paar Minuten, da hatte ich eine Idee im Kopf und herauskam dabei meine Kurzgeschichte "Showdown im Hentai-Tower". Eine Hommage an den oben genannten Film.

Es gibt Action, Monster und natürlich ... Errrrrotik *Zwinker, zwinker* Oh, und Tentakel nicht zu vergessen. Denn ohne die wäre das Buch nicht, was es ist. Eine Tentakel-Pornanthologie. Erschienen im Amrûn-Verlag und dort auch als limitiertes Hardcover zu bestellen. Wenn es weg ist, ist es weg und nur noch als EBook zu haben. Mit von der Partie sind unter anderem Simona Turini und Sascha Schlüter, die ebenfalls ein wenig aus der Fischdose ... äh ... die ebenfalls ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, wie es denn zu ihren Geschichten kam. Nach und nach werden noch weitere Autoren und Autorinnen zu Wort kommen, um euch den Mund wässrig zu machen.

Bis dahin,

 Thomas

Montag, 19. September 2016

Die besten Ideen kommen vorm Schlafengehen

Ich glaube, jeder kreative Mensch kennt das: Eigentlich will man ins Bett, weil in den frühen Morgenstunden der Wecker klingeln wird. Aber kaum steht man vorm Badezimmerspiegel und putzt sich die Zähne, da kommt einem die Idee für das aktuelle Projekt. Egal, ob es eine Kurzgeschichte, ein Roman oder der Plan die Welt zu erobern ist, auf einmal fällt der Groschen, der alles andere ins Rollen bringt. Und während man sein Spiegebild so anstarrt, stellt man sich die Frage, ob der Schaum vorm Mund wirklich nur von der Zahnpasta kommt.

Woran es liegt, dass die besten Ideen immer im falschen Moment kommen, weiß ich nicht. Vielleicht, weil man innerlich zur Ruhe kommt. Weil man sich gerade nicht auf das bestehende Projekt verkrampft. Ich hatte gestern einen sehr schönen Tag zusammen mit meiner Frau, war mit ihr unterwegs und musste mich nicht wegen irgendetwas stressen.  Danach konnte nicht nur fast 2000 Wörter an einer Geschichte schreiben, sondern auch endlich mal wieder ein paar Seiten lesen. Und dann gab es bei "5 Zimmer, Küche, Sarg" noch ordentlich was zu lachen. Vielleicht war ich am Abend einfach so entspannt, dass sich der Knoten in meinem Kopf plötzlich gelöst hat und mir deswegen die rettende Idee kam.

Okay, "Rettende Idee" ist übertrieben. Ich steckte nicht fest, wusste schon vorher, wohin die Geschichte gehen sollte. Aber jetzt weiß ich, wie ich alles noch ein wenig runder wirken lasse, schneller zum Punkt komme und somit auch schneller schreiben kann. Weil ich ein Ziel vor Augen habe. Geschichten entwickeln irgendwann ein Eigenleben und das hat diese gestern Abend. Wieder mal im ungünstigsten Augenblick, aber wozu gibt es Notizbücher?

Die Geschichte, um die es geht, ist übrigens für Anthologie "Blutgrütze 3" vorgesehen. Der zweite Band der Serie um unappetitliche Geschichten ist gerade als Print und EBook erschienen. Und ganz nebenbei: Eines der Taschenbücher gibt es ab dem 21.09.16 auf meiner Facebookseite zu gewinnen.

Vielleicht habt ihr ja Lust, euer Glück zu versuchen.

Bis dahin,

Thomas.  

Samstag, 17. September 2016

Radiolesung von Thomas Williams Writes

*KRACH* *BUMM* *PENG*
Ich lasse die Bombe mal platzen. Am 20.09.16 lese ich bei Mikro Minden, auf der Frequenz von Radio Westfalica, meine Kurzgeschichte "Black Cadillac". Wer meine donnernde Höllenstimme also hören will, schaltet in der Region das Radio an oder ihr folgt dem Link zum Webradio: http://freestream.nmdn.net/radioplayer/radiowestfalica
Für coole Musik sorgt der Maestro Axel Niermann, der mir hilft, das Böse in die Welt hinauszutragen.