Sonntag, 7. Dezember 2014

Mein Romantagebuch Teil 1 (Oder: Das Ninja-Projekt Teil 1)

Hallo zusammen und willkommen zum ersten Teil meines Romantagebuchs.

In unregelmäßigen Abständen möchte ich euch auf dem Laufenden halten, wie es mit meinem Romandebut vorangeht. Egal ob gute oder schlechte Zeiten, ich versuche so unterhaltsam wie möglich zu schreiben und euch einen Einblick in die Entstehung des Buchs, wie in meine Arbeit zu geben. Und euch nicht voll zu jammern ;-)
Wenn ich schreien will gehe ich in den Garten oder renne im Kreis, bis mir schwindelig wird. 
Ich will ganz ehrlich sein: Ich habe selber keine Ahnung, was das hier wird, denn noch habe ich mit dem Schreiben meines Erstlingswerks nicht angefangen. Das heißt: Hab ich schon, aber nach einer Überarbeitung des Plots, der Charaktere und so weiter, kann ich die paar Seiten wieder in die Tonne kloppen.
Warum ich dieses Tagebuch aber führen möchte?
Natürlich wird es nicht so einfach über meinen Roman zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. So viel sei aber gesagt: Es wird eine wilde Mischung aus Horror und Dark Fantasy.
Falls ihr selber schon mal einen Roman geschrieben habt, findet ihr euch in meinen Texten vielleicht wieder, habt Anmerkungen, Tipps oder ähnliches, die ihr gerne hier in den Kommentaren oder auf meiner Facebookseite posten dürft.Oder ihr steht auch mit einem Werk in den Startlöchern. Oder ihr plant etwas in der Art. Ich hoffe jedenfalls, meine Erfahrungen mit euch teilen zu können.
Fangen wir also an.

Am Anfang war die Idee ...

Und wo ich diese her habe, weiß ich nicht mehr. Wirklich nicht. Ich schleppe den Plot, die Figuren und alles andere seit vier Jahren mit mir herum, habe bereits mehrmals angefangen und wieder aufgegeben. Aus den verschiedensten Gründen.

- Zweifel am Plot:
Eine Kurzgeschichte ist mal mehr, mal weniger schwer, aber im Grunde schreibt man nur ein paar Tage oder Wochen daran. Ein Roman kann Monate oder Jahre in Anspruch nehmen und braucht mehr Vorbereitung als eine kurze Erzählung. Ich wusste nicht, ob mich diese Story lange genug packen kann, dass ich so lange an ihr schreiben kann und wenn ich schon keine Lust habe das zu tun, warum sollte der Leser sie dann lesen wollen? In den letzten Monaten hat sich die Geschichte immer weiter von ihrem ursprünglichen Aussehen entfernt. Es kamen lauter phantastische Elemente hinzu, die ich erklären musste, aber nicht konnte. Bis ich mich dazu entschlossen habe, dass ein Großteil des Romans in einer erfundenen Welt spielt. Einer, in der Fabelwesen durch's Bild marschieren können, ohne, dass jemand aufspringt und schreit: "Schaut! Diese grässliche Kreatur! Wo kommt die denn her?"
Sondern: "Schaut! Diese grässliche Kreatur! Die schuldet mir noch 5 Euro."

- Zweifel an der Protagonistin:
Die Heldin meines Romans heißt Wendy und ist eine Figur, über die ich unbedingt schreiben möchte, aber ich konnte es die vier Jahre nicht, weil ich aus irgendeinem Grund nicht von ihr überzeugt war. Der gesamte Rest blühte auf. Ich habe mir haufenweise Notizen gemacht, aber eine Geschichte steht und fällt mit ihren Charakteren. Und ich hatte immer das Gefühl, dass Wendy nicht realistisch genug ist. Hier war das gleiche Problem wie weiter oben: Wenn ich nicht an sie glaube, wie soll es dann der Leser tun? Trotzdem wollte ich sie nicht verändern oder ersetzen. Sie sollte bleiben, wie sie ist und obwohl ich plane Anfang nächsten Jahres mit dem Schreiben an ... Oh, ich möchte den Titel noch nicht verraten ... Nennen wir es einfach das Ninja-Projekt. Ihr werdet merken, so dumm ist das gar nicht ;-)
Also, ich möchte im Januar mit etwas Verspätung beginnen am Ninja-Projekt zu schreiben. Und das, obwohl ich lange Zeit an meiner Hauptfigur gezweifelt habe. Aber gestern kam mir die rettende Idee. Es ist nicht die Figur, die ich ändern muss, sondern ihr Umfeld.
Manchmal sieht man als Autor den Wald vor lauter Bäumen nicht und da wir bekanntlich oft eigenbrötlerisch sind und keine Hilfe hinzuziehen, obwohl wir das manchmal müssen, dauert es dann eben etwas länger.
Das Ninja-Projekt hat also endlich seine endgültige Form gefunden. Ich bin mit allem rundum zufrieden und hoffe, dass die Leser meiner Kurzgeschichten auch mein erstes, großes Werk mögen werden. Es sollen nämlich noch weitere folgen.

Die Ideen stehen praktisch Schlange. Ich habe bereits einige Kurzgeschichten veröffentlicht. Es fällt mir immer schwerer mich so kurz zu fassen und viele Autorenkollegen, die wie ich mit solchen kleinen Erzählungen anfingen, haben bereits einen oder mehrere Romane geschrieben. Es wird Zeit, dass ich das auch tue. Im April habe ich bereits mit einer Idee begonnen und mich selten so frei gefühlt. Es gibt keine maximale Seitenanzahl zu beachten, ich konnte aus mir herausgehen wie nie zuvor. Aber es war nicht die Geschichte, die ich jetzt sofort schreiben wollte. Das Ninja-Projekt wartete schon etwas länger und ließ mich deswegen nicht los.

Jetzt ist es also endlich so weit und ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird, denn jede Handlung, ob Kurzgeschichte, Novelle oder Roman erwacht irgendwann zum Leben und wir Autoren schauen nur noch zu, anstatt zu lenken. Jetzt also schon zu viel zu verraten würde nichts bringen, denn vielleicht kommt alles ganz anders, als ich es mir gedacht habe. Und das macht es so spannend.

Bis dahin,

Thomas.

Freitag, 28. November 2014

Wutschreiben!

Das ist also mal wieder einer dieser Tage, an denen die Milch noch vor Ablaufen des MHDs sauer geworden ist, der Fernseher kaputt geht und mir eine Fußballmannschaft in den Garten gekackt hat.
Verdammte Axt, bin ich sauer. Ich könnte die Wände hochgehen, oder noch besser: Auf sie einprügeln. Aber schließlich brauche ich meine Hände, um zu schreiben.
Und genau das tue ich in solch einem Moment.

Wenn ich einen schlechten Tag habe, hilft nichts besser als zu schreiben. Für eine Weile versinke ich in meiner eigenen Welt, begleite meine Figuren und erlebe die Geschichte hautnah mit. Ihr kennt dieses Gefühl bestimmt vom lesen. Für ein paar Stunden kann euch die Welt mal kreuzweise, denn ihr begleitet den Helden des Romans durch sein neuestes Abenteuer und hofft mit ihm, dass alles gut wird. Es entspannt euch und so geht es mir mit dem Schreiben. Ob wirklich alles gut wird, kann dabei selbst ich nicht immer sagen. Mag ja sein, dass ich meinen Helden am Ende aufrecht stehen sehen möchte, den Blick in die Ferne gerichtet, bereit sein Leben zu genießen, das er so oft riskiert hat.

Es kommt aber auch vor, dass er plötzlich zermatscht am Boden liegt, ich den Bildschirm anstarre und denke: "Wann ist denn das passiert?"
Geschichten und Figuren entwickeln ein Eigenleben und dieses mit zu verfolgen, ohne wirklich etwas dazu beizusteuern, ist ein großartiges Gefühl. Ich erlebe die Geschichte wie ein Leser, der sie zum ersten Mal in der Hand hält, mische mich nur ein, wenn es sein muss und lasse sonst alles und jedem freien Lauf.

Und wenn ich fertig und zufrieden bin, fühle ich mich besser.
Die Milch schmeckt wieder, denn sauer macht lustig.
Den Fernseher brauche ich nicht, denn ich kann in Ruhe schreiben oder lesen und es ist schließlich einer dieser sieben Tage in der Woche, an denen nur Schrott läuft.
Was den Garten betrifft ...
Der nächste Schnee kommt bestimmt, dann sieht es keiner mehr. 

Schreiben ist wie Therapie. Ich würde ohne wahnsinnig werden.

Bis dahin,

Thomas

Freitag, 31. Oktober 2014

Halloween-Gewinnspiel: And the winner is ...

Wieder einmal möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die an meinem Gewinnspiel teilgenommen haben. Ich freue mich immer über euer Interesse. Und jedes Mal möchte ich jedem von euch ein Buch schenken.

Halloween ist ein toller Anlass, um eine Horroranthologie zu verlosen. Und Weihnachten naht auch mit Riesenschritten. Noch bevor die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum stehen, werde ich eine weitere Verlosung starten ;-)

Kommen wir jetzt aber zum glücklichen Gewinner von "Liber Nominum Mortuorum". Es ist...


JIM!!!

Herzlichen Glückwunsch!!!

Schicke mir bitte deine Adresse an: Nerdtopia82@gmail.com

Dann schicke ich dir das signierte Buch zu. 

Noch einmal danke an alle anderen und haltet die Augen nach weiteren Gewinnspielen von mir offen. Falls ihr auf Facebook seid, könnt ihr mir da auf meiner Seite folgen und bekommt immer alle Neuigkeiten mit. 

Noch dieses Jahr erscheint die Anthologie "Fleisch 2" im Eldur-Verlag. Die erste Extrem-Horror-Antho, an der ich teilgenommen habe. Weitere Autoren sind unter anderem: John Aysa, Sönke Hansen. Bernhard Giersche, Alisha Godoy, Piper Marou und viele mehr. 

Ich freue mich sehr auf dieses Buch und ja, ein Exemplar werde ich hier verlosen, wenn es so weit ist. 

Bis dahin, 

Thomas.

Montag, 27. Oktober 2014

Halloween-Gewinnspiel

In ein paar Tagen ist Halloween und diesen Feiertag mache ich mir als Horrorautor gerne zunutze ;-)

Oder besser: Ihr macht ihn euch zunutze, denn schließlich habt ihr die Chance, ein von mir signiertes Buch zu gewinnen. Erst kürzlich habe ich an dieser Stelle "Bösartiges Frühstück" aus dem Amrun Verlag verlost.
Ich hoffe die zwei Gewinner haben viel Spaß mit den Geschichten von meinen Kollegen und meiner Splatterstory um eine Schüssel Müsli.

Weiter geht es mit einem Exemplar der Anthologie "Liber Nominum Mortuorum". Kniffliger Titel, was? Und ein geiles Cover! Erschienen ist das Buch im Sarturia-Verlag.


Es enthält meine Geschichte "Die wundersame Flucht des Errol Johns". Eine Veröffentlichung, auf ich die sehr stolz bin (als wäre ich das nicht immer), denn diese unterscheidet sich stark von meinen anderen. Zum einen konnte ich mit ihr H. P. Lovecraft etwas Tribut zollen und zum anderen ist es mein erster Gehversuch in Sachen Weird Fiction und Phantastik. Ich hatte eine Menge Spaß daran, die Geschichte zu schreiben und hoffe, dass sie den Lesern gefällt. Hier findet ihr eine kleine Besprechung zu dem Buch und Inhaltsangaben zu den Kurzgeschichten.

Um die Chance zu haben, das Buch zu gewinnen, müsst ihr wieder einmal nichts weiter tun, als einen Kommentar unter diesem Beitrag zu hinterlassen. Oder unter dem Post zum Gewinnspiel auf meiner Facebookseite. Der Gewinner wird am 31.10.2014 gegen 22 Uhr per Zufall gezogen. 

Ich wünsche euch allen vielen Glück!

Bis dahin, 

Thomas.

Disclaimer
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu blogger.com und wird in keiner Weise von blogger.com gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Gewinner wird am 31.10.2014 per Zufallsgenerator ausgelost und bekannt gegeben. Die mir zugesandten Gewinnerdaten werden ausschließlich zum Zweck des Versandes genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt und erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name auf blogger.com veröffentlicht wird. Eine Barauszahlung der Sachpreise ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Bösartiges Frühstück - Die Gewinner stehen fest

Hallo zusammen!

Heute lose ich also aus, wer sich über eine von mir signierte Anthologie freuen darf, aber bevor wir dazu kommen, ein paar Worte in eigener Sache. Ich hoffe ihr scrollt jetzt nicht neugierig runter, um nach euren Namen zu suchen. Und wenn doch, scrollt ihr hoffentlich auch wieder hoch ;-)

Erst einmal vielen Dank an jeden von euch, der an meinem Gewinnspiel teilgenommen hat. Die rege Beteiligung hat mich wirklich gefreut und wie schon beim letzten Mal würde ich das Buch am liebsten jedem von euch schenken. Aber so viele Exemplare habe ich halt nicht. Als ich für diese Aktion Werbung machte, schrieben mich auf Facebook mehrere Leute an, dass sie gerne mitmachen würden, es aber nicht könnten, weil sie kein Google+ Konto haben. Ich möchte niemandem die Chance nehmen hier dran teilzunehmen, da ich euer Interesse wirklich toll finde und habe deswegen mit meinen Regeln gebrochen und auch Kommentare in den Gruppen auf Facebook zugelassen. Um es in Zukunft einfacher zu machen, gibt es dort seit gestern eine Autorenseite von mir. Zu finden hier, hier und hier.

Da werde ich in Zukunft in kleineren Postings über meine Arbeit als Autor, Veröffentlichungen, Projekte und vieles anderes posten. Zum Beispiel Filme, Bücher oder Comics, die mir gefallen haben. Den Blog nutze ich weiterhin für längere Beiträge, auf die ich dort aber auch verweise.

Vielen Dank auch für das Feedback zu meiner Lesung bei "Book meets Metal". Es war meine erste und ich war so nervös. Dass es euch gefallen hat, freut mich wirklich und ich hoffe auf eine Wiederholung des Events. Vielleicht sehen wir uns da. Falls ihr ihn noch nicht gelesen habt, hier mein Bericht zu diesem Abend.

Und weil diesen Monat Halloween ist, werde ich pünktlich zum 31. Oktober eine weitere Anthologie verlosen, in der ich vertreten bin. Um welche es sich dabei handelt und wann es los geht, erfahrt ihr hier auf meinem Blog und auf meiner Autorenseite. Desweiteren möchte ich an dieser Stelle auf die Aktion "Books for kids" hinweisen, bei der es darum geht, hilfsbedürftigen Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren. Mit einer Spende wandert ihr in den Lostopf und habt die Möglichkeit ein signiertes Buch zu gewinnen. Es nehmen viele tolle Autoren daran teil und neben Werken von ihnen gibt es die Anthologie "Dracula's Erben" vom Twilight-Line Verlag zu gewinnen, die meine Geschichte "Friss den Clown" enthält. Alle Informationen dazu findet ihr hier

So, jetzt aber Vorhang auf für die zwei glücklichen Gewinner, die per Zufallsprinzip gezogen wurden.

Wir haben eine Gewinnerin und einen Gewinner!

Silke Wendt und Daron84.

Herzlichen Glückwunsch euch beiden! Schickt mir bitte eure Adressen an nerdtopia82@gmail.com, damit ich euch beiden ein signiertes Exemplar von "Bösartiges Frühstück" zukommen lassen kann.

Allen anderen danke ich noch einmal für die Teilnahme und erinnere daran, dass es noch diesen Monat eine zweite Chance geben wird ;-) Würde mich freuen, viele von euch in den Kommentaren wieder zu sehen. Egal ob hier oder auf Facebook.

Bis dahin,

Thomas. 


Freitag, 17. Oktober 2014

Thor ist ein Weib und Sabrina eine alte Hexe!

Wenn ich mich in Sachen US-Comics nicht immer auf dem Laufenden halten würde, hätte ich irgendwann wohl im Comicladen vorm Regal mit den Neuheiten gestanden und gefragt: "Alter , was ist denn hier los?"

Thor ist eine Frau?
Teenagerhexe Sabrina spielt in einer waschechten Horrorserie mit?

Was kommt als nächstes? Spider-Pig? Oh ... Da war ja was.

Dass Marvel uns seine Charaktere in einer neuen Version präsentiert, ist nicht neu. Auch Thor hat schon mehrere hinter sich. Ob da eine weibliche bei war, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber um den neuen, weiblichen Thor wird nun ein Riesenbuhai gemacht und die Serie beginnt mit einer neuen Nummer 1. Auch das ist nicht neu. Inzwischen hat man das Gefühl, dass jede Serie von Marvel alle zwei Jahre von vorne anfängt. Man stelle sich also folgendes Szenario im Comicladen vor.

Leser: "Ich hätte gerne Captain America 25."
Comicverkäufer: "2008? 2010? Oder 2012?"
Leser: "Äh... Das, in dem er stirbt."
CV: "2008? 2010? Oder 2012?"
Leser: "Verkaufen Sie auch Lustige Taschenbücher?"

Derzeitiger Thor-Autor Jason Aaron ist immerhin bekannt dafür, alles etwas anders zu machen und seine Serie "Thor: God of thunder" bekam tolle Kritiken. Da muss ich noch einen Blick riskieren. In der ersten Ausgabe der neuen Serie geht es aber zuerst einmal um den bekannten Thor, der seinen Hammer plötzlich nicht mehr heben kann. (Oh, Gott. Wie sich das anhört! Ich meinte natürlich Mjölnir! Thors Hammer? Ach, vergesst es!)
Wieso? Das wurde nicht so ganz verraten. Passiert ist es im vorangegangenen Event "Original Sin", das die dunklen Geheimnisse bekannter Helden ans Tageslicht förderte ... Und nicht wirklich spektakulär war, soweit ich das mitbekommen habe.
Natürlich bekommen wir vom neuen Thor noch nicht viel zu sehen, dafür eine coole Szene mit den altbekannten Eisriesen, die Lust auf mehr macht. Ich denke aber, dass ich auf das Tradepaperback mit der ersten, gesammelten Storyline warte.    

Und was ist da mit Sabrina los? Eben hat sie noch schlechte Witze in einer Fernsehserie gerissen und jetzt wünscht sie dir Pickel an den Arsch. Der Verlag Archie-Comics, bekannt für Comics die jeder Altersgruppe zugänglich sind, meinte es ernst, als er seine Zombieserie "Afterlife with Archie" ankündigte und mit ihr vollends überzeugen konnte. Den Ruhm von "The walking dead" wird sie nicht erreichen, aber verstecken braucht diese Serie sich nicht. Es geht hart und düster zur Sache.
So auch in "The chilling adventures of Sabrina", das mit mehreren Covern erscheint und eines erinnert stark an das Kinposter zu "Rosemary's Baby." Das Comic selber ist im Retro-Look gezeichnet und zieht einem glatt die Schuhe aus. Sabrina wird Halloween 1951 in einen Hexenzirkel hineingeboren. Ihre Mutter wird sie niemals kennen lernen und ihr Vater verschwindet nach ein paar Jahren. Nicht ganz freiwillig, so viel sei verraten. Sie wächst bei ihren Tanten auf, die natürlich auch Hexen sind und zieht mit ihnen in Riverdale in ein ehemaliges Bestattungsinstitut. (Weckt Erinnerungen an den Film "Das Haus an er Friedhofsmauer", oder? Kennt ihr nicht? Dürfte nach Jahren bald auch in Deutschland zu haben sein.) Und ab hier habe ich mich erst einmal gepflegt gelangweilt. Sabrina geht an eine neue Schule, verliebt sich in den Footballschönling, ihr Cousin hilft ihr bei einem Liebeszauber, blah, blah, blah...

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dies alles schon einmal gesehen zu haben. "Chilling advtenures..." soll ganz klar auch das weibliche Publikum ansprechen und es mag ja sein, dass diese Art von Geschichte (Jugendliche Schwärmerein) bei ihnen zündet, aber mich kann man damit bekanntlich jagen. Ich war schon nahe dran die Serie gleich wieder aufzugeben, als das wirklich spannende Finale der ersten Ausgabe noch einmal die Kurve kriegt. Etwas aus der Vergangenheit von Sabrinas Vater erscheint auf der Bildfläche und da dieser verschwunden ist, wird sich die junge Hexe mit diesem Wesen befassen müssen. Nur weiß sie noch nichts davon. Auch könnte es etwas Licht in das Verschwinden ihrer Eltern bringen, das bisher nur dem Leser bekannt ist.

Gut, okay. Ich will wissen, wie es weitergeht und würde mich freuen, wenn der Liebeszauber auf grauenvolle Weise schief läuft. Archie-Comics beweist eine Menge Mut mit seinen Horrorcomics. Und Talent! Die Zeichnungen sind hervorragend, die Geschichten mächtig düster und alles in allem brauchen sie sich nicht hinter bekannteren Namen wie "The walking dead" oder ähnlichen zu verstecken.

Deswegen bin ich auch wirklich gespannt auf das Crossover "Archie meets Predator", das brutale Morde im Predator-Stil enthalten soll, aber hoffentlich im bekannten Cartoon-Stil der Archie-Comics gezeichnet sein wird. Erscheinen soll es April 2015. Und wer weiß, ob wir danach nicht auch ein "Archie meets Aliens" erleben dürfen?

Bis dahin,

Thomas. 


Dienstag, 14. Oktober 2014

Würde Disney Filme ab 18 drehen, dann hießen diese "Elephantmen"

Image Comics ist für mehrere Dinge bekannt.

1. Ihre Serien spielen zum Großteil in ganz eigenen Universen, im Gegensatz zu denen von Marvel und DC, deren Helden sich ständig auf die Füße treten.
2. Ihre Comics richten sich zum Großteil an ein erwachseneres Publikum.
3. Die Serien weichen oft von der bekannten Norm ab und haben genauso oft nichts mit Superhelden zu tun. Es gibt Horror, SciFi, Thriller, Fantasy und Serien, die sich nur schwer in eine Schublade stecken lassen.

Zu letzterem gehört auch die Serie "Elephantmen" von Richard Starkings, welche am besten als Pulp Science Fiction mit einem guten Schuss Noir Thriller beschrieben werden könnte. Und mit Tiermenschen.
Aber wer jetzt gleich an sprechende Enten ohne Hose (Aber mit Badehose am Strand!), Mäuse mit Haustieren und ähnliches denkt, liegt weit daneben. Diese Tiermenschen werden etwa 100 Jahre in der Zukunft mit Hilfe von Genexperimenten aus den Körpern von menschlichen Müttern geboren und zu Soldaten für einen Krieg in Afrika herangezüchtet. Deswegen sind es zum Großteil Tiere von diesem Kontinent, um die es hier geht. Elefanten, Nashörner, Krokodile, Zebras, Nilpferde, etc.

Die Serie spielt jedoch nach dem Krieg. Die Tiermenschen, allgemein Elephantmen genannt, haben keine Perspektive, werden von vielen verachtet und als Monster angesehen. Einige haben jedoch so eine Art Job. Zum Beispiel als Ermittler. Und hier beginnt der Pulp-Anteil. Die Elephantmen lösen Kriminalfälle, werden immer wieder an ihre Vergangenheit erinnert, leben in einer futuristischen Welt und versuchen ein normales Leben unter Menschen zu führen.

Der Ton der Comics ist düster, es fließt Blut, ab und an wird geflucht und etwas Solizalkritik blitzt auch durch. Ich habe mir kürzlich das erste Paperback "Wounded Animals" zugelegt (Schwer wie ein Elefantenbaby, das Ding!) und bin total begeistert. Diese Mischung aus verschiedenen Genres ist wirklich klasse und mal etwas ganz anderes. Ich bin sehr wählerisch, was Tiermenschen betrifft. Eigentlich mag ich sie nicht, da sie oft kindisch und albern daher kommen (Und das sage ich als Fan der Teenage Mutant Ninja Turtles. Ironie des Lebens, oder?), aber wie schon gesagt, diese Serie ist ganz klar nicht für Kinder geeignet.

"Wounded Animals" ist noch nicht wirklich gradlinig, aber trotzdem interessant zu lesen. Hier lernt man praktisch die Welt kennen, in welcher diese Serie spielt. Ich kenne bereits ein paar der aktuelleren Ausgaben und dort kommt das Krimi-Flair bestens zur Geltung. Eine hervorragende Serie, die ich weiter im Auge behalten werde.

Bis dahin,

Thomas.   

Sonntag, 12. Oktober 2014

Bösartiges Frühstück zu gewinnen

Der Kaffee ist kalt, die Butter hart und die Eier platzen noch bevor sie das kochende Wasser erreicht haben. Das reinste Horrorfrühstück, oder? Aber es geht noch besser.

Stellt euch sprechende Brötchen vor, mörderische Aufstriche, Mord und Totschlag am Küchentisch, oder eine Schüssel Müsli, mit einer unerwünschten Beilage. Das und noch viel mehr, findet ihr in der Anthologie "Bösartiges Frühstück" vom Amrun-Verlag. Bei "Book meets Metal" in Hagen durfte ich meinen Beitrag "Zwergenaufstand" vorlesen und sorgte für Lachen und Ekel. Wenn ihr wissen wollt wieso und was sich meine 24 Mitautoren für verrücktes Zeug überlegt haben, dann habt ihr jetzt die Chance ein Exemplar zu gewinnen.

Und diesmal wird es nicht nur einen Gewinner geben, sondern 2, denn ich verlose das Buch gleich doppelt. Wer da nicht mitmacht, hat das Buch schon gelesen oder keinen Hunger. Natürlich signiere ich die Gewinnerexemplare (Mit meinem Namen. Nicht mit Count Chocula, Tony oder Honey Loops.)


Weitere Autoren in der Anthologie sind: Arthur Gordon Wolf, Anja Slauf, Bernhard Giersche, Britta Ahrens, Carmen Weinand, Denise Mildes, Jo Jansen, Kathrin Böttcher, Lisanne Surborg, Manuela Obermeier, Marc-André Pahl, Marc Hartkamp, Moe Teratos, Fred Ink, Demetria Cornfield, Regina Schleheck, Rico Gehrke, Sarah Seyed Abbasi, Norman Slight, Sönke Hansen, Piper Marou, Stefanie Lahme, Tim Svart und Torsten Exter

Ach, so. Was ihr tun müsst, um eines der Bücher zu gewinnen? Keine Sorge, ihr müsst weder Ringe in Feuer werfen, noch in die Vergangenheit reisen, um den noch ungeborenen Retter der Menschheit zu beschützen. Das hebe ich mir für ein anderes Gewinnspiel auf.

Alles, was ihr tun müsst, ist einen Kommentar unter diesem Text zu hinterlassen. Die Gewinner werden per Zufall am 19.10.2014 gewählt.

Ich wünsche euch viel Glück!

Bis dahin,

Thomas.

Disclaimer
Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu blogger.com und wird in keiner Weise von blogger.com gesponsert, unterstützt oder organisiert. Der Gewinner wird am 19.10.2014 per Zufallsgenerator ausgelost und bekannt gegeben. Die mir zugesandten Gewinnerdaten werden ausschließlich zum Zweck des Versandes genutzt und nicht an Dritte weitergegeben. Der Gewinner wird schriftlich benachrichtigt und erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name auf blogger.com veröffentlicht wird. Eine Barauszahlung der Sachpreise ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Freitag, 10. Oktober 2014

Zombies, Hexen und Bombenstimmung - Neue Comics!

Gerade habe ich mal wieder ein paar Neuerscheinungen an amerikanischen Comics verschlungen. Ja, verschlungen! Da war gutes Zeug bei.

"War Stories" #1 von Avatar Press hat mich überrascht. Obwohl ich großer Fan von Garth Ennis bin, hatte ich Angst mich zu langweilen. Aber die Art, wie er die Geschichte über US-Bomberpiloten im zweiten Weltkrieg schreibt, hat mir gefallen. Kein Patriotismus, nicht zu viel langweiliger Luftkampf, sondern eine gute Mischung aus Charakteren und Kriegsdrama. Kriegscomics sind normalerweise nicht mein Fall, aber hiervon will ich mehr lesen.

"Evil Ernie" #1 von Dynamite Press fand ich solala. Ich mag die Figur, welche aus den 90er Jahren stammt und damals bei Chaos! Comics veröffentlicht wurde. Aber Comicautor Tim Seeley konnte mich bisher nie wirklich überzeugen. Auch jetzt schafft er es nicht ganz. Es ist gewohnt trashig, wie die alten Comics und das Ende sieht vielversprechend aus, aber mir gefällt Ernies neuer, harmloserer Look nicht. Am alten hat der Verlag nicht die Rechte. Ich bin trotzdem neugierig, wie es weitergeht. Ernest Fairchild ist ein Handlanger des Teufels, der auf die Erde geschickt wird, um die außer Kontrolle geratene Dämonin Mistress Hel aufzuhalten. Doch die befehligt inzwischen mehrere andere Dämonen. Die Namen klingen alle nach Heavy Metal-Titeln, oder? Ein Grund mehr für mich dran zu bleiben! Außerdem finden sich angenehme Bezüge zu den alten Comics, in denen Ernie für seine Geliebte Lady Death (An der Dynamite ebenfalls keine Rechte hat) die Menschheit vernichten wollte und dafür die Toten auferstehen sowie die Welt ins Chaos stürzen ließ. Mistress Hel ist also so eine Art Ersatz für Lady Death. Leider sieht sie nicht so cool aus und erinnert eher an eine blauhäutige Domina. Ja, wirklich! An dieser Stelle all die Charaktere vorzustellen und das Universum der Chaos! Comics zu erklären, würde den Rahmen sprengen. In Kurzform könnte es als eine Art Horrorcomic-Universum bezeichnet werden, an dem besonders Heavy Metal Fans ihre Freude haben. Oder auch: Wendet euch einfach an Google ;-) 

"Wytches" #1 von Image Comics und Scott Snyder ist ein richtig schön düsteres Horrorcomic. Wie Kreuzberger Nächte fängt es erst ganz langsam an, aber dann ... Wie der Titel verrät, geht es um Hexen. Die Serie spielt in der heutigen Zeit und erzählt von einem Mädchen, das die Hexen in blutiger Aktion sah und seitdem unter Verdacht steht, eine Schulkameradin getötet zu haben. Jetzt sind die Hexen wieder da und scheinen das Mädchen namens Sail zu verfolgen. Das spannende Ende ist richtig fies! Wer da nicht neugierig ist und wenigstens in die Preview der nächsten Ausgabe sehen wird, ist schon tot. 

Und dann ist da noch "Birthright" #1. Wieder Image Comics, geschrieben von Joshua Williamson, der mich mit seiner Serie "Ghosted" schwer begeistert und mit "Nailbiter" immerhin gut unterhält. Diesmal geht es mehr in Richtung Fantasy, was eigentlich nicht so meins ist, aber weil ich Williamson mag, hab ich zugegriffen und es ist tatsächlich so gut, dass ich die nächste Ausgabe kaum erwarten kann. Es geht um einen Jungen, der spurlos verschwindet. Der Vater steht unter Verdacht ihn getötet zu haben, die Familie zerbricht und ein Jahr später taucht ein erwachsener Mann auf, der behauptet dieser Junge zu sein. Er soll in einer Fantasywelt gelebt und als auserwählter Krieger dort gekämpft haben. Wie gesagt, das Genre ist nicht so mein Ding. Feenstaub hier, Glitzer da und ganz viele spitze Ohren ... NERV!!! Aber die Story ist toll erzählt und die erste Ausgabe endet mit einem wirklich spannendem Cliffhanger. Mehr davon!!!

Keines dieser vier Hefte hat mich enttäuscht und ich will bei jedem wissen, wie es weitergeht. Während "Birthright" der Höhepunkt des ganzen war, hat "Evil Ernie" den Nostalgiefaktor auf seiner Seite. Trotz Schwächen bin ich positiv überrascht. Das könnte wirklich gut werden. Ein weiterer Chaos!-Charakter, der ein zweites Buhai erleben wird, ist nach dem Zombie Ernie, der Vampirin Chastity und der Vampirgöttin Purgatori die Dämonin Lady Demon. Eine Figur, die leider kaum Beachtung bekam, deren einzige Miniserie aber stark an die Ghost Rider Comics von Marvel erinnerte. Die Inhaltsangabe der im Dezember erscheinen Erstausgabe klingt so, als würden sie sich stark an diese halten.
Ein Königreich für eine Zeitmaschine!!!

Ach ja, ich habe nicht nur Comics durchgelesen, sondern auch über Comics gelesen. Und dabei stieß ich auf die Ankündigung eines "Archie meets the Predator" Comics für 2015. Ganz genau. Archie, das All-age-comic über eine Art Peter Parker ohne Superkräfte, stößt auf den Jäger aus dem Weltall. Klingt verrückt? Wird es hoffentlich auch. Vor Jahren erschien bereits das überraschend gute "Archie meets the Punisher". Ich hoffe, dass dieses neue Crossover ähnlich unterhaltsam wird.

Bis dahin,

Thomas.


Sonntag, 5. Oktober 2014

Von einem der nach Hagen zog, um dort zu lesen

04.10.2014

Der Tag beginnt für mich so ähnlich wie für die Figur in meiner Geschichte "Zwergenaufstand", die ich später vorlesen werde. Der Radiowecker reißt mich aus dem Schlaf und ich schleppe mich mit meiner morgenglichen Scheißegalstimmung ins Badezimmer. Abends werde ich beim ersten "Book meets Metal" meine erste Lesung haben.
Und weiter? Wenn ich morgens aufstehe, könnte meine Frau mir erklären, dass Godzilla ein Häufchen in unserem Garten hinterlassen hat und es würde mich nicht interessieren.
Sowieso, erst einmal ruft der Brotjob und der wird mich für mehrere Stunden ablenken.
Danach geht es wieder nach Hause und diesmal brauche ich wegen dem Fußballspiel Dresden gegen Arminia Bielefeld viermal solange wie sonst. Zum Glück habe ich es nicht weit.

Zuhause wird sich schnell frisch gemacht, umgezogen und alles, was nicht am Abend zuvor ins Auto verfrachtet wurde, hinzu verfrachtet. Dann geht es auf nach Hagen. Meine Frau fährt, das gibt mir Zeit die vergangenen Monate noch einmal zu überdenken.

Ich glaube es war Anfang Juli, als Mendea de Scalett mich auf Facebook angeschrieben hat, ob ich beim ersten "Book meets metal" mitmachen möchte. Das Konzept: Vier Lesungen, begleitet von akustischer Musik verschiedener Bands. Hinterher gibt jede davon ein Konzert. Mit Stecker in der Dose, versteht sich.
Mein erster Gedanke: "Auf gar keinen Fall! Nie im Leben! Vergiss es! Ich habe genug Lampenfieber, um ein ganzes Dorf damit versorgen zu können."
Und dann: "Aber wann hast du wieder die Chance so etwas zu tun?"
Ich brauchte etwas Bedenkzeit, musste sehen, ob ich das zeitlich mit meinem Brotjob einrichten kann. Und dann war die Sache klar. Ich würde mitmachen.
Mendea wollte ihre Geschichte "Fallakte: Red coyote diner" aus der Anthologie "Phantastisches Frühstück" und ich meine Story "Zwergenaufstand" aus dem Gegenpart "Bösartiges Frühstück" vortragen.
Passte also.
Als nächstes bekam ich drei Bands vorgestellt. Mit einer würden wir beide auf die Bühne gehen und uns musikalisch begleiten lassen. Eine weitere Premiere, denn keine hat je zuvor akustisch vor Publikum gespielt.
Mendea überließ mir die Qual der Wahl und ich entschied mich für Denial, da ihr Stil mich etwas an Machine Head erinnert und ich darauf stehe. Glücklicher Zufall: Denial gehören zu den Metal Maniacs in Hagen, die das "Book meets Metal"  organisiert haben.
Passte also auch.

Für mich hieß es nun also üben, üben, üben. Es war noch eine Menge Zeit, aber sicher ist sicher. Und ich wollte herausfinden, wer meine Mitstreiter sein werden.

Jochen Ruscheweyh würde mit Torian auftreten und über den Bandalltag lesen.
David Rohlmann, begleitet von Saphenous, hatte eine Zombiegeschichte parat.
Und danach sollten Mendea, Denial und ich folgen.
Ein sehr abwechslungsreiches Programm, wie man sehen kann. Doch es sollte noch besser kommen. Als Headliner für das eigentliche Konzert konnte die Band Rebellion gewonnen werden. Holla, die Waldfee!
Ganz ehrlich, damit habe ich nicht gerechnet.
Ich war sehr gespannt, hatte immer wieder Kontakt zu den anderen Autoren und Bandmitgliedern und nie das Gefühl, dass wir das Ding gegen die Wand fahren würden. Natürlich wusste keiner von uns, was uns erwarten sollte, aber wir waren alle überzeugt, dass es klappen wird.

Zurück im Auto:
Ein Verkehrsschild kommt in Sichtweite.
Hagen 28 Kilometer.
Okay, ich hab noch genug Zeit, um ...
Hagen 8 Kilometer.
Was? Moment mal!
Willkommen in Hagen.
Das geht jetzt aber doch etwas schnell ...
Und da ist auch schon der Werkhof, wo das Event stattfinden soll. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
Wir haben Glück mit dem Wetter und so treffen wir Mendea, David und seine Freundin Maria schon draußen an. Ein sehr herzlicher Empfang. Mendea zeigt uns den Werkhof und natürlich den Merchandise-Stand, an dem ich "Bösartiges Frühstück" auslegen werden. Ah, das Album von Denial liegt auch bereit. Schon so gut wie gekauft. Aber erstmal den Ort des Geschehens die Bühne betrachten. Ein sehr cooler Raum, der mich an einen Bunker erinnert.
Warum das cool ist? Es ist die perfekte Location für ein Metalkonzert und Horrorgeschichten. Die Metal Maniacs sind mitten im Aufbau und ich hätte nicht gedacht, dass es so viele sind. Sehr nette Leute und ich habe keinem von ihnen Stress angesehen. Und das an solch einem Abend. Respekt!
Mir wird kurz darauf gesagt, dass ich nervös und zappelig wirke. Lag aber ehrlich gesagt am Hunger. Eine große Sammelbestellung für den Griechen um die Ecke wird aufgenommen. Nein, nicht nur für mich! Für alle!



(Die Autoren. Von links: Jochen, Mendea, David, Maria, meine Wenigkeit) 

Bevor gefuttert wird, lernen wir einander kennen. Jochen ist inzwischen ebenfalls mit seiner Freundin Jeanette eingetroffen. Wir quatschen miteinander, ein Zeitungsfotograf macht 'nen Schnappschuss von den Autoren und das Essen trifft pünktlich zum Soundcheck ein. Lecker Gyros Pita. So haben die Zuschauer in den ersten Reihen auch was davon. Jeder Autor liest ein paar Sätze auf der Bühne ins Mikro, bekommt was dazu gesagt und dann kommt der nächste.
Ich sehe mich schon auf der Bühne stolpern, das Mikro im Sturz verschlucken oder, dass ich vor Aufregung nicht die einfachste Anweisung des Tontechnikers verstehe und er alles hinschmeißt, wutenbrannt den Laden verlässt und "Book meets Metal" wegen mir abgesagt werden muss.
Ich lese den ersten Satz meiner Geschichte.
Tontechniker: "Danke, das reicht."
Wow, war ich so schlecht?
Nö, alles prima. Ein paar kurze Hinweise, möglichst nahe am Mikro zu sein, damit die Stimme deutlich verstanden wird und dann sind wir auch schon fertig. Backstage gibt es Getränke und belegte Brötchen. Genug für alle. Dort hinten ist jedoch nur wenig los, denn bei der ersten Lesung und dem Auftritt von Jochen mit Torian sind wir alle draußen, um zu zusehen.
Keiner wusste, wie viele kommen würden. Der eine sagte 5, der andere 200. Ich kenne keine genauen Zahlen, aber so viel sei gesagt: Die etwa 50 Sitzplätze waren ratzfatz vergeben und dann gab es ja noch Stehplätze.
Kurz gesagt: Die Hütte war voll! Sehr schön, denn die Erlöse kommen einem wohltätigen Zweck zu Gute.

Unser Moderator, Michael Goehre, bekannt als Poetry Slammer, DJ, Autor und Metalfan führt unterhaltsam und mit viel Witz durch den Abend. Zuerst kündigt er Jochen und Torian an.
Akustisch sind die Jungs genauso talentiert wie mit Verstärker. Gefällt mir sehr gut und Jochens humorvoller Text ist ein toller Opener, um das Publikum warm zu machen.

(Jochen und Torian machen den Anfang.)



Den Auftritt von David und Saphenous habe ich leider nicht mitbekommen, da ich mit Denial und Mendea backstage unseren eigenen besprechen wollte, allerdings wurde das Event gefilmt und ich hoffe an eine Kopie zu kommen, um es mir nachträglich ansehen zu können. Meine Frau hat ihn jedenfalls gelobt und war besonders vom Twist seiner Geschichte begeistert.

(David mit Saphenous)
 Backstage versuche ich die wieder aufsteigende Nervosität zu besiegen. Tatsächlich war ich überraschend ruhig, bis unser Auftritt immer näher rückte. Auf der Couch sitzend halte ich nach Fluchtwegen Ausschau. Aber die Metal Maniacs sind überall, also sehe ich Denial beim Proben zu und entspanne mich wieder etwas. Die Jungs machen ihre Sache toll, die Musik ist klasse. Wenn ihr das hier lesen solltet: Schon mal über eine Akustik-EP nachgedacht?
Auch wenn ich von Davids Auftritt nichts mitkriege, den tosenden Applaus hören wir bis zu uns in den Backstagebereich und immer wenn die Tür aufgeht, befürchte ich, dass jemand schreit: "Ab auf die Bühne mit euch! Los! Los! Los!"
Die Tür ging leider sehr oft auf ...
Aber irgendwann ist es so weit. Mendea sagt: "Es geht los."
Und ich denke: "Bin ich dafür bereit? Nein. Ist mein Hosenstall zu? Ja. Wenigstens etwas."

(Wir wirken entspannt, aber wenn ihr wüsstet...)
 Doch vor unserem Auftritt gibt es einen kleinen Umbau und wir haben noch 15 Minuten Zeit.
Ich stürme in Richtung Toilette, als mich eines der Metal Maniacs Mitglieder fragt: "Was machst du denn hier?"
"Öh ... Bier weg bringen?"
"Dann aber hopp! Und dann ab auf die Bühne!"
Zu Befehl.
Und siehe da: Kaum sitze ich dort, ist das Lampenfieber wie weg geblasen. Gut, ich hatte Mendea den Vortritt gelassen und konnte mich hinter ihr wie hinter Denial verstecken, doch mein Herzschlag normalisierte sich.

(Michael kündigt unseren "großen Auftritt" an.)

(Mendea trägt ihre Geschichte (fehlerfrei!) vor.)

Mendea las ihre Geschichte, wenn ich das richtig mitbekommen habe, fehlerfrei! Nicht ein Ruckler. Verdammt, da konnte ich nicht mithalten. Nach verdientem Applaus tauschen wir die Plätze, Denial spielen noch zwei Stücke und ich wünsche mir das stille Wasser in Schnaps verwandeln zu können. Klappt aber nicht.
Dann bin ich dran und wer klopft denn da an die Tür? Mein alter Freund das Lampenfieber. Warst wohl auch eben mal Bier weg bringen, was? Hättest dir ruhig mehr Zeit lassen können. Sackgesicht!
Egal. Ich sitze am Mikro und ziehe das jetzt durch. Erstmal kurz vorstellen, das Buch noch einmal schön zeigen und dann geht es los.

(Los geht's!)

(Trotz Gemetzel darf auch gelacht werden.)
Meine Geschichte ist mit etwas Humor gespickt und nach den ersten paar Sätzen ernte ich den ersten Lacher. Auf diese Reaktion hatte ich gehofft. Meine Hände zittern, ich verlese ich mich zwei oder drei Mal im Text. Egal, denn ich merke, dass die Leute an den richtigen Stellen lachen und als wir zum blutigen Teil der Geschichte kommen, höre ich das eine oder andere Stöhnen ... und Gelächter.
Scheiß die Wand an! Es läuft und ich habe inzwischen richtig Spaß.
Bei einer derben Splatterszene fängt bereits einer an zu klatschen. Ich kann es kaum glauben und so nervös ich auch noch bin, ich freue mich innerlich wie ein kleines Kind zugesagt zu haben.
(Selten lagen Spaß und Leid so nahe beieinander)
Die Geschichte ist zu Ende, ich klappe das Buch zu und kriege Applaus. Wahnsinn. Eigentlich hatte ich mit Fackeln und Heugabeln gerechnet.
Kommentar des Sängers Gavin von Denial: "Ja, lecker."
Dann kommt noch ein Song.
Mendea sagt mir bereits, dass ich einige Lacher geerntet habe und die Minen der Zuschauer zwischen Ekel und Lachen wechselten. Ich hätte zu gerne mal hingesehen, war aber zu nervös.
Am Merchandise-Stand frage ich mal aus Spaß, ob sich "Bösartiges Frühstück" gut verkauft.
"Innerhalb der letzten fünf Minuten sind drei Exemplare weg gegangen."
Wow! Das freut mich. Ich wünsche den Käufern viel Spaß damit und fühle mich geehrt, dass ich einem von ihnen ein Autogramm geben durfte. 

Die Lesungen sind vorbei. Denial beginnen gleich mit dem Umbau, Mendea bedankt sich bei allen Beteiligten und ich frage mich: "Würde ich das trotz Lampenfieber wieder machen? Jederzeit!" 
Als nächstes rocken Denial und Torian die Bude. Von Saphenous konnte leider nur die Hälfte kommen, deswegen bleibt es beim akustischen Teil.
Rebellion kommen zuletzt und ich merke, wie ich allmählich müde werde. Meine Frau und ich hatten wohl den weitesten Weg und nachdem ich bereits früh aufstehen und arbeiten musste, sehne ich mich doch langsam nach meinem Bett. Gut, dass es so weit weg steht, denn ich bin immer noch total begeistert, wie gut der gesamte Ablauf organisiert war. An dieser Stelle ein großes Lob an die Metal Maniacs in Hagen. Das habt ihr toll gemacht und wenn es ein zweites "Book meets Metal" geben sollte und ihr Autoren braucht, gebt Bescheid.

Ich grüße auch David und Jochen, alle Bands, bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Mendea für die Einladung und den gelungenen Abend und werde mir jetzt noch einmal die Alben von Denial und Torian anhören.

Die nächste Lesung kann gerne kommen. Mein alter Feind Lampenfieber wird mich wieder begleiten, aber das gehört dazu. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und ich werde diesen Abend nie vergessen. Ein schmalziger Schluss für diesen Text, aber das musste jetzt mal sein.

Bis dahin,

Thomas.

Montag, 15. September 2014

Book meets Metal - Meine erste Lesung

Hätte mir Anfang des Jahres jemand gesagt, dass ich mal eine Lesung halten würde und das schon 2014, hätte ich ihn ausgelacht. Nicht nur wegen meinem Lampenfieber, sondern auch, weil ich immer davon ausgegangen bin, dass man schon ein Bestsellerautor sein muss, um eine Lesung geben zu können. Oder Poetry-Slammer und ich gehöre weder zu dem einen, noch zu dem anderen.

Aber dann erreichte mich eine Mail von der Autorin Mendea de Scalett, welche mich fragte, ob ich bei Book meets Metal mitmachen will. Klingt lecker, oder? Damit ihr euch vorstellen könnt, was das ist, hier eine kurze Erklärung: Die Kreativplattform "Was liest du?" organisierte dieses Jahr einen Wettbewerb, bei dem geplante Projekte vorgestellt werden konnten. Dem Gewinner winkten 3300 Euro, um dieses zu verwirklichen und die Idee von Mendea de Scalett und den Jungs der Metal Maniacs Society konnte sie überzeugen. Diese besteht darin, dass mehrere Autoren (In diesem Fall 4) Lesungen geben und jeder von einer Metalband begleitet wird. Die Einnahmen des Abends, sowie dem vor Ort anzufindenen Bücherflohmarkts werden dem Literaturzentrum "Jugendstil" in Dortmund gespendet.

Eine wirklich tolle Idee, wie ich finde und mal etwas ganz anderes! Durch den Abend führen wird der Bielefelder Poetry-Slammer Michael Goehre, eingefleischter Metalfan und somit wie für dieses Event gemacht. Außerdem stehen folgende Autoren und Bands auf der Bühne:

- David Michel Rohlmann mit Saphenous

- Jochen Ruscheweyh mit Torian 

 - Mendea de Scalett und meine Wenigkeit mit dem Jungs von Denial

Die Autoren werden dabei mit akustischer Musik begleitet, was für die Bands eine Premiere ist. Genauso wie die Lesung eine für Mendea und mich sein wird. Die Aufregung und Freude auf dieses Event haben mein Lampenfieber eingedämmt und ich bin sehr gespannt, wie dieser Abend verlaufen wird.

Nach den Lesungen werden die Bands den Stecker reinschieben und es richtig krachen lassen. Dann tritt auch die Band Rebellion als Headliner des Abends auf. Der Eintritt beträgt schlappe 5 Euro, das Bier kostet 1,50 Euro und dank der bunten Mischungen der Lesungen dürfte für jeden was dabei sein. Jochen wird über den Bandalltag vorlesen, Mendea und David tragen ihre Geschichten aus der Anthologie "Phantastisches Frühstück" vor und ich lese meine Geschichte "Zwergenaufstand" aus dem Gegenstück zum phantastischen Frühstück, das den Titel trägt "Bösartiges Frühstück" (Beide im Amrun-Verlag als Ebook erschienen. Die Taschenbuchversion kann vorbestellt werden. Wir geben gerne Autogramme ;-) )
"Zwergenaufstand" erzählt von einer Schüssel Müsli, in der etwas drin ist, was da nicht rein gehört. Und als dieses etwas zum Vorschein kommt, wird es äußerst blutig. Die Leserreaktionen reichen von "Das Ende: Ekelhaft!", über "Kranker, geiler Scheiß!" bis hin zu "Genial geschrieben und unheimlich witzig!". Ihr dürft gespannt sein.

Stattfinden wird das ganze hier:

Werkhof Hohenlimburg
Herrenstraße 17
58119 Hagen

Einlass ist um 17 Uhr.
Beginn um 17:30

Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten ;-) Vielleicht sehen wir uns dort. 

Bis dahin, Thomas. 

PS: Auf diesen schönen Flyern findet ihr auch noch mal alle Infos.



Dienstag, 19. August 2014

In meinem Kopf tobt ein Flohzirkus!

Kürzlich hat Carmen Weinand von Horror and more eine nette Rezension zu meinem Buch "Weird Trip" geschrieben. Und dabei fiel auch der Satz: "Noch immer frage ich mich, wo der Typ all diese Einfälle herzaubert"

Achtung! Achtung! Es folgt die Standardantwort eines jeden Autoren:

Ich weiß es nicht!

Woher nehme ich meine Ideen? Na, wahrscheinlich von meinen vier größten Inspirationen: Bücher, Filme, Comics, das alltägliche Leben in Form von meinem Umfeld und den Nachrichten. Wenn ich schreibe, sehe ich die Handlung wie einen Film vor meinen Augen entlang laufen. Jedoch habe ich das Gefühl einen Comic zu schreiben, was mir oft beim Ton und dem Humor meiner Geschichte hilft. Ich versuche es aber so gut wie möglich zu formulieren, denn wenn ich ein Buch lese, mag ich die verschiedenen Stile von Autoren. Es sollte flüssig und voller Tempo sein. Und dann kommen noch die Nachrichten ins Spiel. Verschwundene Personen, über deren Schicksal man sich Gedanken macht. Verbrechen, die nicht geklärt wurden und zu denen wir uns eine Lösung überlegen. 

Ich lese sehr viele unterschiedliche Sachen, was Comics betrifft, da gibt es nichts, was es nicht gibt. SciFi, Horror, Western, Thriller, Superhelden, Weird Fiction, ja sogar Comicserien, die auf Tatsachen beruhen. Und dann ist da oft dieser Gedanke, ob man nicht auch mal so etwas schreiben will.

Ich bezeichne mich selber als Nerd, denn in Comics und Filmen gehe ich oft richtig auf. Ich interessiere mich sehr für diese Medien und kann mich sehr für sie begeistern. Deswegen kommt es immer wieder vor, dass ich denke: "So etwas will ich auch mal schreiben."
So etwas wie "Godzilla", aber eben anders. Es soll nicht um Monster gehen, die sich prügeln, denn das mag ja auf der Leinwand toll aussehen, aber in einer Geschichte langweilt es. Was wäre denn, wenn die Menschen auf den Ausgang von Monsterkämpfen wetten könnten?
Das Ergebnis könnt ihr in meiner Geschichte "Duelo del monstruo" lesen.
Was wäre, wenn ein Mann ständig Gesangswettbewerbe von Kindern besucht, weil er dort seine große Liebe gefunden hat? Über solche Wettbewerbe wird ja oft in Klatschmagazinen im Fernsehen berichtet. 
Darüber habe ich in "Nur für ihn" geschrieben.
Und was geschieht, wenn ein Kerl das Hab und Gut von echten Verbrechern sammelt, seine Sammelleidenschaft ihm aber zum Verhängnis wird? Steht alles in "Black Cadillac". Eine Kurzgeschichte, die ihr, wie die beiden anderen, in "Weird Trip" findet.

Manchmal habe ich das Gefühl, in meinem Kopf würde ein Flohzirkus toben. Die Ideen kommen aus dem Nichts, lassen sich aber oft auf irgendetwas zurückführen. Dabei achte ich sehr genau darauf nicht zu kopieren. Unterbewusste Beeinflussung hin oder her, ich will nichts schreiben, was schon geschrieben wurde. Jedenfalls nicht wissentlich.

Also lebt der Weihnachtsmann nicht am Nord- oder Südpol, sondern auf einem Atomtestgelände in Nevada. Und er ist nicht nett, sondern das komplette Gegenteil. In "Santas Dorf der Verdammten" ist es nicht kalt und dunkel, sondern heiß und hell. Weil ich es mag mit Klischees zu spielen und eines ist, dass in Weihnachtsgeschichten Schnee liegt und sie meistens nachts spielen. Zu finden ist diese Geschichte in der Anthologie "Dunkle Seiten 6" des Twilight-Line Verlags. 

Ich hab mir also meine Gedanken gemacht, wo ich die Ideen hernehme. Es sind die Dinge mit denen ich mich jeden Tag beschäftige, meine Begeisterung zu bestimmten Medien und anderes. Ich denke, so geht es jedem anderen Autoren auch, aber wundert euch nicht, wenn ihr einen fragt, woher er seine Ideen nimmt und er sagt, er wüsste es nicht. Denn in diesem Moment will es einem wirklich nicht in den Sinn kommen. Erst, wenn ihr bereits gegangen seid, fällt es einem wieder ein und dann ist es schon zu spät. Vielleicht will er aber auch nicht verraten, dass er eine magische Schatulle hat, welche ihm unendliche Ideen liefert oder er kleine Kobolde im Keller angekettet hält, damit sie für ihn schreiben.

Bis dahin,

Thomas.

Montag, 4. August 2014

Immer auf die Nerds!

Nerd sein ist schwer. Ich weiß wovon ich rede, denn ich bezeichne mich selber als solcher. Das heißt aber nicht, dass ich Ahnung von Chemie oder Physik habe. Im Gegenteil. Würde mir jemand einen grünleuchtenden Uranstab in die Hand drücken, würde ich denken es sei eine Zuckerstange.
Mmmmmh, Uraaaaan...

Wo war ich? Ach, ja. Als Nerd, oder wegen mir auch als begeisterter Fan von Comics und Filmen muss man immer wieder zusehen, wie die Helden der Kindheit mal mehr, mal weniger durch den Fleischwolf gedreht werden. Heute habe ich erfahren, dass "Brautalarm"-Regisseur Paul Feig das Ghostbusters-Reboot drehen soll und zwar mit weiblicher Besetzung. Das Originalteam werden wir nie wieder auf der Leinwand sehen, da Bill Murray kein Interesse hat und Harold Ramis tot ist. Warum also nicht die Filme in Frieden und die Fans einfach zur Ruhe kommen lassen? Wir lieben diese Filme, aber Hollywood hört nicht auf sie mit Füßen zu treten. Seit Jahren gibt es immer wieder schreckliche Gerüchte über das Sequel, Reboot oder was auch immer es werden soll.

Ein Gremlins-Reboot ist angekündigt, Indiana Jones kommt auch nicht zur Ruhe und wer weiß, was Hollywoods Giftschrank noch alles ausspuckt? Ja, selbst die Goonies sind auf dem Weg zur Schlachtbank... Ich meine Neuauflage. DIE GOONIES! Für nächstes Jahr wurde ein neuer "Friday the 13th" angekündigt und ich befürchte, dass Jason wieder halbnackte Teenager um den Crystal Lake herumjagen wird, anstatt in einer gescheiten Handlung unterzukommen. Noch ist das Drehbuch nicht fertig, aber ich habe nicht viel Hoffnung, nachdem Hollywood immer wieder beweist, dass man aus Scheiße Kohle machen kann.

Und nicht nur Filme werden gnadenlos neu aufgelegt. Auch Comicserien kehren immer wieder in neuem Gewandt zurück. Ob es in diesem Falle gut oder schlecht ist, wird sich zeigen. Dynamite Entertainment lässt die Antihelden von Chaos! Comics wieder auferstehen. Angefangen mit Chastity, einer Vampirrockgöre, gefolgt von Purgatori, eine ägyptische Vampirgöttin und Evil Ernie, ein Zombie, welcher andere Tote zum Leben erwecken und kontrollieren kann.

Als Teenager war ich ein großer Fan, aus heutiger Sicht halte ich vieles von Chaos! für Trash. Aber es juckt mich in den Fingern Evil Ernie eine Chance zu geben. Der alten Zeiten wegen.  Jedoch wird es von Tim Seeley geschrieben, welchem ich noch nie etwas abgewinnen konnte und der gerade gekonnt eine Serie mit den Charakteren von Chaos (Wie auch die Serie heißt: "Chaos!") vergeigt.

Da ist man als Fan hin und her gerissen, denn einerseits will man die neuen Abenteuer seines Helden sehen und andererseits ist ein weiterer Reinfall zu befürchten, der einen wütend werden lässt.

Ich kann bei Chaos nicht sagen, wie es enden wird. Vielleicht überrascht Seeley mich im Oktober mit seiner Handlung um Ernie, welcher aus der Hölle entsandt wird, um sich etwas anzunehmen, das nicht mal der Teufel bewältigen kann. Klingt interessant. Könnte was werden. Doch was ich weiß ist, dass die Ghostbusters tot sind. Solche Filme wird es nie wieder geben, egal wie Hollywood es noch drehen wird. Da bleibt einem nur noch eins zu tun: Zu Hause bleiben, nicht dafür ins Kino zu gehen und die alten Filme genießen.

Bis dahin,

Thomas. 

Samstag, 26. Juli 2014

Draculas Erben haben ein neues Zuhause!

Was beim letzten Mal geschah:
Der Autor Thomas Williams veranstaltete auf seinem Blog sein erstes Gewinnspiel, bei dem es darum ging, die Anthologie "Dracula's Erben" des Twilight-Line Verlags zu gewinnen. Innen drinnen unter anderem eine Kurzgeschichte des Autoren.Alles was Interessenten dafür tun mussten: Den Beitrag kommentieren.

Und so geht es weiter: 
Die Deadline ist abgelaufen, der/die Gewinner/in steht fest. Aber bevor ich den oder die bekannt gebe möchte ich mich bei jedem Teilnehmer bedanken. Kein Witz: Am liebsten würde ich jedem von euch das Buch geben! Aber so viele Belegexemplare habe ich nicht und wie hieß es schon bei Highlander: "Es kann nur einen geben!"

Hey, seid froh! Ihr dürft euren Kopf behalten ;-)

Nun denn, kommen wir zum krönenden Abschluss dieses Beitrags. (Ich mache es deshalb kurz, weil ich weiß, dass jeder der Teilnehmer bereits nach einem oder seinem Namen Ausschau gehalten hat. Und ich mache euch da keinen Vorwurf. Hätte ich nämlich auch getan!)

Gewonnen hat... Trommelwirbel...

Sandra Florean!!!

Herzlichen Glückwunsch, Sandra. "Dracula's Erben" flattert von mir signiert zu dir nach Hause. Schicke mir bitte deine Adresse an Nerdtopia82@gmail.com. Ich werde sie nur benutzen, um dir das Buch zusenden zu können, nicht weiter geben und auch gleich wieder löschen.

An alle anderen: Keine Sorge, das hier war nicht mein einziges Gewinnspiel. Ich warte noch auf Belegexemplare weiterer Anthologien, in denen ich vertreten bin. Bücher vom Schreib-Lust Verlag, Sartutria, Amrun und vielleicht bald auch wieder der Twilight-Line Verlag. Haltet einfach die Augen offen.

Noch mal vielen Dank für euer reges Interesse. Das hat mich wirklich gefreut!

Bis dahin,

Thomas.



Montag, 21. Juli 2014

Draculas Erben kommen zu dir nach Hause!

+++GEWINNSPIEL+++GEWINNSPIEL+++GEWINNSPIEL+++

Kürzlich kamen meine Belegexemplare der Anthologie "Draculas Erben" bei mir zu Hause an. Mit 402 Seiten ist das Buch ein richtig dicker Klopper geworden und neben den Geschichten von 32 anderen Autoren, enthält es meine Kurzgeschichte "Comer el payaso - Friss den Clown", welche von dem miserablen Geburtstagsclown Tito erzählt, welcher nachts zu einem Kindergeburtstag bestellt wird.

Klingt ungewöhnlich, aber die Kohle stimmt und die braucht Tito dringend. Und so lässt er sich von seinem Freund (und selbst ernannten Manager) Hector zum Haus der Familie fahren, welche sich als Vampirsippe entpuppt. Damit beginnt der zweitschlimmste Kindergeburtstag aller Zeiten.

Auf amazon.de könnt ihr in der Leseprobe den Anfang meiner Geschichte lesen und euch somit ein Bild von Tito und Hector machen. Aber kommen wir endlich zum interessanten Teil dieses Blogbeitrags. Dem, weswegen ihr das hier wahrscheinlich lest ;-)

Der Twilight-Line-Verlag war sehr großzügig und überlässt jedem Autoren 5 Exemplare. Eines davon möchte ich gerne von mir signiert verlosen.  Was ihr dafür tun müsst? Nicht viel. Hinterlasst bis zum 25.07.2014 (Ende der Deadline: 18:00 Uhr) einen Kommentar unter diesem Text. Jeder Name wandert in den Lostopf und der Gewinner wird per Zufall gewählt (Das Internet kann einfach alles!). Ich werde den Gewinner am 26.07.2014 hier auf meinem Blog bekannt bekannt geben. 

Ich wünsche euch schon mal viel Glück!

Bis dahin,

Thomas.

Montag, 7. Juli 2014

Die Putzfrau des Dr. Apokalypse ist nahe

Es ist ein paar Monate her, da erhielt ich vom Schreiblust-Verlag eine Mail, dass meine Geschichte "Die Putzfrau des Dr. Apocalypse" in einer Anthologie veröffentlicht werden soll. Das hat mich ja schon ganz besonders gefreut, aber ein paar Monate später erreichte mich eine weitere Mail und die riss mich glatt vom Hocker. Der Titel des Buchs sollte an meinen Beitrag angelehnt sein.
Der Titel des Buchs: "Die Putzfrau des Dr. Apokalypse".

Ich will ganz ehrlich sein, ich habe diese Nachricht abends vorm zu Bett gehen gelesen und da ich danach ohnehin nicht so schnell einschlafen konnte, wäre ich fast noch einmal aufgestanden, um die Mail ein weiteres Mal zu lesen (Dabei hatte ich das bereits mehrmals hintereinander getan!). Ich dachte mich getäuscht, oder nur geträumt zu haben und bis ich das Innenlayout und das Cover gesehen hatte, glaubte ich noch, die Redaktion würde sich anders entscheiden.

Alles was ich dazu sagen kann ist: Wow!!!
Und natürlich: Danke an die Leute vom Schreiblust-Verlag. Davon habe ich nicht einmal zu träumen gewagt!

Meine Geschichte ist somit der Aufhänger des Buchs und das macht mich megastolz. Es ist sehr mutig ausgerechnet diesen Titel für eine Horroranthologie zu wählen. Aber sicher auch ungewöhnlich und könnte somit neugierig machen.

"Die Putzfrau des Dr. Apocalypse" handelt, wie der Name schon sagt, von einer Putzfrau. Aber diese arbeitet für einen Superschurken und erzählt in Tagebuchform von ihrem Alltag. Ich kam darauf, als ich an die alten James Bond Filme dachte und an all die Comics, in denen Superschurken riesige Geheimbasen haben und eine Armee aus Handlangern. Dabei stellte ich mir die Frage, wer diese Dinger eigentlich baut. Und woher kriegen die Schurken ihre Leute? Gibt es da eine Stellenausschreibung?

"Wollen auch Sie die Welt einer völlig neuen Ordnung unterziehen? Möchten Sie in ferne Länder reisen, gegen Männer in Anzügen kämpfen und spannende Abenteuer erleben?
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Schreiben Sie an: Hauptquartier des Bösen, blah, blah, blah..."

Und wer macht das alles eigentlich wieder sauber? Irgendwo muss es doch Putzpersonal geben, aber sieht man da jemals jemanden mit dem Staubwedel umhergehen? Diese Geschichte ist dem unbeachteten Personal gewidmet, welches Tag für Tag die Gemeinschaftstoiletten in den geheimen Hauptquartieren reinigt, nie zu sehen ist und trotzdem mit allen anderen in die Luft fliegt.

Ein kleines Schmankerl hab ich zum Schluss noch. Heute erreichte mich das Cover in zweifacher Ausführung. Und ich finde es klasse! Es sieht aus, wie eine blutige Sauerei, was hervorragend zum Titel des Buches passt und somit neugierig macht. Die Wartezeit, bis ich es in den Händen halten kann, wird gerade zu unerträglich.




Bis dahin,

Thomas.

Montag, 30. Juni 2014

Dracula's Erben sind erwacht

Kürzlich hat der Twilight-Line Verlag die Anthologie "Dracula's Erben" veröffentlicht und in dieser wurde neben vielen anderen Kurzgeschichten weiterer Autoren, meine mit dem Titel "Comer el payaso - Friss den Clown" veröffentlicht. Wie der Titel des Buches schon ganz dezent andeutet: Es geht um Vampire.

Ein altbekanntes Thema, das vielen vielleicht ausgelutscht wie so manches Vampiropfer vorkommen mag, aber bis heute haben diese Wesen nichts an ihrer Faszination verloren und es lassen sich immer wieder neue Geschichten um sie entwickeln. Meine sollte zu Beginn allerdings nichts mit Vampiren zu tun haben. Mir stand einfach der Sinn danach. mal wieder mit einem typischen Klischee zu spielen und den Clown, welcher fast immer in der Schurkenrolle steckt, als Helden zu verwenden.

Ich bin kein großer Fan von Clowns. Selbst als Kind war ich nicht wirklich von ihnen begeistert, aber wie Vampire, sind sie nicht tot zu kriegen, oder? Der Geburtstagsclown namens Tito aus meiner Geschichte jedenfalls nicht. Es kommt ihm zwar etwas komisch vor, dass er nachts auf einem Kindergeburtstag auftreten soll, aber die Kohle stimmt und die braucht er dringend. Dumm nur, dass sich die ganze Familie als Vampiresippe entpuppt, welche ihrem Sohn zu seinem einhundertsten Geburtstag (Der süße Kleine!) einen eigenen Clown zum leer trinken schenken will. Aber wie gesagt: Clowns sind nicht so leicht tot zu kriegen und Tito erweist sich als besonders wehrhaft.

Meine Geschichte ist etwas humorvoll und temporeich und damit wahrscheinlich weniger düster als andere Beiträge, aber mir ging es darum, Spaß an der Sache zu haben und auch den Leser daran teilhaben zu lassen. Klickt ihr bei Amazon auf die Leseprobe und dann auf den Titel meiner Geschichte, könnt ihr den Anfang von "Comer el payaso" schon einmal lesen und euch ein Bild von Tito machen. Die ersten drei Geschichten sind sogar komplett lesbar und machen euch hoffentlich neugierig ;-)

Dabei werdet ihr auch schnell merken: Tito ist kein besonders guter Clown. Er raucht, trinkt und hasst Kinder. Praktisch der Bad Santa unter den Clowns. Eine weitere Inspiration war eindeutig Kirsten Dunsts Rolle aus "Interview mit einem Vampir". Sie wird auf immer und ewig in ihrem kindlichen Körper gefangen sein. Das bedeutet jedes Jahr Kindergeburtstage feiern zu müssen. Schrecklich, oder? Ich fragte mich, wie so etwas aussehen würde und was man einem solchen Kind schenkt.

Mit dieser Geschichte werde ich zum dritten Mal beim Twilight-Line Verlag veröffentlicht, wofür ich den Mitarbeitern an dieser Stelle einmal herzlich danken möchte.Das Buch ist als Ebook und Taschenbuch erhältlich und mit über 400 Seiten ein richtig dicker Klipper geworden.

Bis dahin,

Thomas.
 

Sonntag, 15. Juni 2014

Jenseits von Metropolis

Ab und an schreibe ich hier über interessante Horrorcomics. Als Autor des "schwarzen Genres" (Wie eine Bekannte es mal genannt hat.) decke ich mich Monat für Monat mit solchen ein. Ich bin aber auch ein großer Fan von Superhelden und Stoff, der sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lässt. Deswegen möchte ich mal über eben solche Comics schreiben, die stark aus der Reihe tanzen und nicht wirklich Horror- oder Superheldengeschichten erzählen. Sie liegen irgendwo dazwischen, oder ganz woanders.

Manifest Destiny: (Image Comics)
Obwohl ich jeden Monat nach interessanten Neuerscheinungen und Erstausgaben neuer Serien Ausschau halte, ist es unmöglich alles zu entdecken, geschweige denn zu kaufen. Dass Manifest Destiny komplett unter meinem Radar war, wundert mich aber schon. Inzwischen sind 7 Ausgaben erschienen, die ich mir nächträglich zugelegt habe, als ich die Handlung las: 1804 machen sich Captain Meriwether Clark und Leutnant William Clark auf den Weg zu einer Expedition in noch unerforschte Regionen Amerikas. Dabei stoßen sie auf mysteriöse Kreaturen, kriegen es mit Verrätern in den eigenen Reihen und allerlei anderen Gefahren zu tun.
Wäre ich nicht glücklich verheiratet, würde ich jetzt sagen: "Ich bin verliebt!"
Die von Chris Dingess geschriebene Serie ist dank ihrem Setting, das vor 200 Jahren spielt, sehr ungewöhnlich und bietet eine Menge frischen Wind. Matthew Roberts' Zeichnungen sind toll und passen perfekt zu der Handlung.
Am besten lässt sich die Serie als Mischung aus Dschungel- und Expeditionsabenteuer mit Horrorelementen beschreiben, wobei sie nie zu düster wird. Es gibt genügend Humor, Twists und eine Menge Rätsel. Manifest Destiny ist mit Abstand eine der spannendsten Serien, die ich in letzter Zeit entdeckt habe und eine willkommene Abwechslung. Hoffentlich hält sich die Serie noch lange und geht vor lauter Rätseln nicht unter, wie es "Lost" seinerzeit tat. Aber noch stehen wir am Anfang der Serie. Es wirkt nur gerade leicht überladen, was auch schon mein einziger Kritikpunkt ist. 

Magneto: (Marvel Comics)
Ja, genau. Erzfeind und Teilzeitmitglied der X-Men Magneto hat mal wieder eine eigene Serie. Geschrieben wird sie von Cullen Bunn, welcher dafür sorgt, dass sie nicht in das altbekannte Superheldengenre abrutscht, sondern eine düstere Geschichte um einen Anti-Helden auf Seite der Mutanten bietet. Magneto versucht herauszufinden, wer Menschen in Sentinels (Roboter, die Mutanten jagen) umbaut und mit ihnen Artgenossen tötet.
Die Serie ist tatsächlich nicht für Kinder gedacht, recht brutal und oft ziemlich finster. Serien um Superschurken halten sich meist nicht lange, obwohl ihre Antagonisten genauso beliebt sind, wie Superhelden. Sicher ist es auch schwer, über sie zu schreiben. Die Autoren können sie nicht einfach große Erfolge erzielen lassen, was also mit ihnen machen? Die wirklich witzige Serie "Superior foes of Spider-Man" von Nick Spencer endet demnächst nach zwei Jahren. Eine viel längere Laufzeit gebe ich Magneto auch nicht, aber es wird mit Sicherheit eine der besten Serien um die Figur.

Turok: (Dynamite Comics)
Turok hat eine laaaange Geschichte hinter sich. 1954 erschien er zum ersten Mal bei Dell Comics und sollte danach noch in Serien von Valiant, Acclaim und Dark Horse erscheinen, bevor er 2014 bei Dynamite ein neues Zuhause fand. Vielleicht kennt ihr eines der Videospiele um den amerikanischen Ureinwohner, welcher gegen Dinosaurier und andere Gegner kämpfen muss. In der ersten Storyline von "Planet Hulk"-Autor Greg Pak landen die Spanier im damaligen Manhattan (Das ganz bestimmt noch nicht Manhattan hieß, aber die Geschichte spielt eben dort.) und benutzen die Dinosaurier als Waffen, um den Ungläubigen den Gar aus zu machen. Es gibt Action satt und mit Turok einen recht ungewöhnlichen Helden, der bei seinen eigenen Leuten als Außenseiter gilt. Ich habe erst zwei Ausgaben gelesen, aber wie schon Manifest Destiny hebt die Serie sich positiv vom Rest ab und bietet willkommene Abwechslung. Auch hier konnte mich das Setting überzeugen und als Fan von Dinosaurieraction kommt man auf seine Kosten.
  
Big Trouble in little china: (Boom Comics)
Yep, Jack Burton is back. Und auch wenn ich kein Fan von Comics bin, die mehr oder weniger auf Filmen, TV-Serien, Videospielen oder so beruhen, habe ich mir die erste Ausgabe geholt, da nicht nur  Regisseur John Carpenter des gleichnamigen Films an der Serie schreibt, sondern auch Eric Powell, welcher mich schon mit seinen Serien "The Goon" und "Godzilla: Kingdom of monsters" begeistern konnte. Die Geschichte setzt kurz nach Filmende ein. Jack Burton ist wieder mit seinem Truck unterwegs, als ihm das haarige Monster aus dem Film über den Weg läuft, welches damals viel zu kurz kam. Allerdings nicht, um ihn anzugreifen, sondern, weil es in ihm seinen neuen Meister gefunden hat. Auf der Hochzeit von Jacks Freund beginnt dann der ganze Ärger von vorne, als chinesische Dämonen angreifen.
Die erste Ausgabe war überraschend gut, doch die Zeichnungen von Brian Churilla sind mir zu sehr Cartoon. Man hat das Gefühl ein Popeye-Comic in den Händen zu halten. Auch störte mich die etwas hektische Erzählweise beim Finale und der Humor ist etwas zu albern. Alles in allem aber nicht schlecht, was den Fans des Films geboten wird. Einen Blick könnt ihr also riskieren, wenn ihr den Streifen mochtet. Es handelt sich hierbei übrigens um eine fortlaufende Serie und keine Einzelausgabe, oder so. 

Ich hoffe, diese kleine, aber feine Auswahl hat euch gefallen. Falls ihr Serien außerhalb der Norm sucht, kann ich immer wieder Independentpublisher wie Avatar, Dark Horse, Image, Boom, Dynamite und so weiter empfehlen. Viele Serien spielen in ihrem eigenen Universum, was eine Menge mehr Freiheit bedeutet, als wir es von Marvel und DC gewohnt sind, wo sich die Superhelden praktisch auf die Füße treten. Ich mag zwar Team-Ups, aber auch kreative Freiheit und während es bei Marvel heißt: "Du kannst New York nicht zerstören! Da leben 95% unserer Charaktere!", heißt es woanders: "Mach doch, was du willst!"

Bis dahin,

Thomas.

Freitag, 6. Juni 2014

Die wunderschöne Welt der Horrorcomics - Teil 3

Wieder mal habe ich ein paar interessante Comics zum vorstellen und weil es diesmal so viele sind, fange ich besser gleich mit einem Titel an, mit dem ich schon sehr positive Erfahrungen sammeln konnte. (Da die hier besprochenen Titel noch nicht in Deutscheland erschienen sind, schreibe ich nur die amerikanischen Herausgeber hinter die Titel, anstatt jedes Mal darauf hinzuweisen.)

Hellraiser: (Boom)
Der Titel sagt euch was, oder? Ich denke, jeder Horrorfan kennt das Nadelkissen auf zwei Beinen, welches von Fans liebevoll Pinhead getauft wurde, aber ursprünglich Priest hieß. Hellraiser-Schöpfer Clive Barker verwendet in der ausgezeichneten Comicserie auch wieder den eigentlichen Namen seiner Figur. Richtig gelesen. Hier legte der Meister noch selber Hand an und schrieb eine grandiose, wirklich spannende Fortsetzung, welche besonders Fans der ersten zwei Filme gefallen dürfte. In jenen ging es darum, dass Wesen aus der Hölle, sogenannte Zenobiten, durch ein Artefakt hervorgerufen auf der Erde erscheinen und Forschungen in Sachen menschliches Leid anstellen. Im ersten Teil, bei dem Barker auch Regie führte, entkam ihnen eines ihrer Opfer und brauchte menschliches Blut, um wieder völlog genesen zu können. Im zweiten war die Heldin Kirsty des ersten Teils in der Irrenanstalt eingeliefert worden, jedoch blieben ihr die Zenobiten dicht auf den Fersen. Die Handlung der Comics: Mit Hilfe mehrerer Menschen, die schon Erfahrung mit den Zenobiten haben, nimmt Kirsty den Kampf gegen die Wesen auf, jedoch kommt es dabei zu vielen überraschenden Wendungen. Auch bekommt der Leser einen ganz neuen Blickwinkel auf die Zenobiten geboten und (Achtung! Spoiler!), wenn Pinhead und Kirsty plötzlich die Rollen tauschen, wird es richtig interessant. Leider folgte auf diese tolle Serie ein schwacher Nachfolger mit dem Titel "The dark watch". Ein Pinhead-Klon mit Monokel, der labert wie Spider-Man? Man merkte, dass Barker plötzlich nicht mehr selber die Feder schwang und diese Serie kann ich wirklich nicht empfehlen.
Ab August erscheint dann die neue Miniserie "Bestiary". Vielleicht kann diese wieder überzeugen. Wenn ihr auf den Titel klickt, führt euch der Link zu einer Seite, auf welcher ihr euch einen Eindruck von den Titelbildern machen könnt.


Afterlife with Archie: (Archie Comics)
Inwiefern die Leute hierzulande mit Archie vertraut sind, kann ich nicht sagen. Die Figur existiert seit 1941 und wirkt praktisch wie ein Peter Parker ohne Superkräfte. Ein Teenager mit Mädchenproblemen, oft knapp bei Kasse und dauernd in Schwierigkeiten. Mit den Jahren gab es lauter Spin-Off Serien und die Figur "Sabrina" bekam sogar eine eigene Realserie. Ja, genau. Es handelt sich dabei um die blonde Hexe, gespielt von Melissa Joan Hart.
Hierbei handelt es sich um Comics, die für Kinder, wie auch Jugendliche und Erwachsene geeignet sind. Als die Serie "Afterlife with Archie" angekündigt wurde und es hieß, dass es darin um Zombies gehen soll, gab es erst einmal Hohn und Spott. Keiner glaubte an einen Erfolg, die meisten eher an einen Aprilscherz.
Bis die erste Ausgabe kam. Roberto Aguirre-Sacasa schreibt eine überraschend düstere Horrorserie, die wirklich nichts für Kinder ist. Hinzu kommen die genialen Zeichnungen von Francesco Francavilla. Inzwischen wird die Serie mit guten Kritiken überhäuft und ist ein Muss für Fans guter Horrorcomics. Von Vorteil dürfte es sein, sich mit den Figuren auszukennen, denn so hat der Leser schneller einen Bezug zu ihnen. Sollte man jedoch noch nie ein Heft von "Archie" in den Händen gehalten haben (Das einzige, welches ich besitze ist "Archie meets The Punisher"... Ja, das gibt es wirklich!), kann man immer noch den tollen Erzählstil und die grandiosen Bilder bewundern.
Dank des Erfolgs wurde nun auch eine weitere Horrorserie aus dem Hause Archie angekündigt und die klingt sogar einen Ticken interessanter: "Chilling adventures of Sabrina" ist in den 60ern angesiedelt und erzählt von der Teenagerhexe, die ihre Kräfte entdeckt und in ihren Abenteuern auf Gleichgesinnte, wie andere Wesen trifft. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Cover, welche bereits beste Horrorunterhaltung versprechen.

The other dead: (IDW)
Und wieder ein Zombiecomic, das sich positiv von der Masse abhebt. In einer sechsteiligen Miniserie erzählt "The other dead" davon, was passiert wenn Tiere von den Toten auferstehen und wirkt damit frischer und unverbrauchter als viele andere Zombietitel. Denn Tiere gibt es in allerlei Größen, wodurch sie in Häuser eindringen können, welche den Menschen bereits unzugänglich gemacht wurden. Untote Vögel, können von oben angreifen und so weiter und sofort.
Die Story mag simpel wirken, ist aber spannend erzählt. Ein paar junge Männer verhauen sich bei einer Beschwörung und erwecken damit die toten Tiere zum Leben. Bis hier hin verläuft es wie eine richtig gute Horrorserie. Als dann aber Präsident Obama eine der Hauptrollen spielt und sich mit Überlebenden durch Horden von Wildtieren, Hunden und Krokodilen schlägt, bekommt es einen leichten Trashfaktor, was dem Spaß keinen Abbruch tut.
Zu Beginn wirkt die Geschichte noch richtig bedrohlich und bietet tolle Horrorstimmung, doch ab der Hälfte wird stark auf Action gesetzt. Eigentlich nicht weiter schlimm, aber es hätte noch viel besser sein können, wenn das Autorenteam Joshua Ortega und Digger T. Mesch ihren Stil beibehalten hätten. Die Zeichnungen von Quing Ping Mui (Ich denke mir diese Namen wirklich nicht aus!) sind allerdings ein wahrer Augenschmaus. Was etwas auf der Strecke bleibt sind die Charaktere. Da wäre noch viel mehr drin gewesen, hätten die Autoren mehr Wert auf ihre Entwicklungen und das Zwischenmenschliche gelegt. So bleibt eine sehr gute erste Hälfte und eine zweite, die immer noch Spaß macht. Das Ende mag dann etwas plötzlich wirken, jedoch wird im letzten Heft auch eine Fortsetzung für Herbst 2014 angekündigt und das Schlussbild sorgt dabei für leichtes Schmunzeln.

Chaos: (Dynamite)
Stellt euch vor, ihr betretet einen Raum, in dem ihr niemanden kennt und alle sich über Dinge unterhalten, die ihr nur zur Hälfte versteht. So ungefähr dürfte es Leuten gehen, die noch nie etwas mit Chaos! Comics zu tun hatten. In den 90er Jahren waren sie mit ihren Horrorhelden recht erfolgreich, mussten dann aber Insolvenz anmelden und inzwischen liegen die Rechte an den Figuren bei Dynamite. Nur der Charakter Lady Death gehört Boundless Comics und kann nicht verwendet werden. Ansonsten sind die großen Namen bereits in der ersten Ausgabe einer sechsteiligen Miniserie vereint. Und obwohl ich damals fast alles von Chaos! gelesen habe, fiel mir der Einstieg schwer.  Als kompletter Neuling dürfte man es noch schwerer haben und hier zu erklären, wer all die Figuren sind, würde auch den Rahmen sprengen, deswegen versuche ich mich kurz und knapp zu fassen: Der lebende Tote Evil Ernie will die Menschheit vernichten und eine Gruppe Jugendlicher mit dämonischen Kräften, welche eigentlich hinter einer Vampirgöttin her waren, versucht ihn aufhalten. Jetzt könnte ich noch die Vampirgöttin Purgatoy und die Blutsaugerin Chastity erwähnen, welche ebenfalls zu den alten Recken gehören, aber deren Rollen sind mir noch nicht ganz klar. Wie gesagt, das Heft ist recht verwirrend. Ob man sich nun mit den Figuren auskennt oder nicht. Als Altfan denke darüber nach, mir das Paperback mit der gesamten Miniserie zu holen, wenn es erscheint. Andererseits fühle ich mich etwas zu alt für ein kunterbuntes Horrorcomic, das scheinbar für Teenager konzipiert ist. Geschrieben wird dieses Chaos von Tim "Hack/Slash" Seeley und gezeichnet von Mirka Andolfo.

Vampirella: (Dynamite)
Vampirella ist diese Comicserie, die man nicht in der Öffentlichkeit lesen möchte. Sei es wegen dem etwas schusseligen Namen oder wegen der Titelheldin, welche aussieht, als hätte sie sich Borats Badeanzug in rot gekauft. Dahinter verbirgt sich jedoch eine langlebige Horrorserie um eine Vampirin vom Planeten Drakulon, wo (In der Ursprungsgeschichte) das Blut knapp wurde. Nachdem ein Raumschiff der Erde auf Drakulon abstürzt und Vampirella in den Adern des Piloten Blut entdeckt, reist sie zu unserem allseits beliebtem Heimatplaneten, wo sie jedoch als "guter" Vampir gegen andere Monster kämpft.
Klingt verrückt? Kein Wunder. Die Figur wurde 1969 von Forest J. Ackerman für Harris Comics ins Leben gerufen. LSD war damals im kommen, eine Band namens Earth benannte sich in Black Sabbath um und die Manson-Familie tötete Sharon Tate. Vampirellas verrückte Geschichte passt also perfekt in die Zeit, in welcher bewusstseinerweiternde Drogen und düstere Themen in waren.
Bisher bin ich nicht wirklich mit ihr warm geworden. Es gab ganz nette Ausgaben, aber wirklich gepackt hat mich die Serie nie. Bis jetzt! Dynamite veröffentlicht Vampi schon seit ein paar Jahren, startete jetzt aber mit einer neuen Nummer 1, geschrieben von der Horrorautorin Nancy A. Collins, deren Erstausgabe düster, spannend und voller unerwarteter Wendungen ist. Wie schon bei "Chaos" (Wozu es hier anscheinend einen leichten Bezug gibt, wenn man genau hinsieht...) braucht man gewisse Vorkenntnisse, aber ich bin auch nicht wirklich mit Vampi vertraut und wurde bestens unterhalten. Eigentlich wollte ich nur einen Blick riskieren, bin jetzt aber gespannt wie es weiter geht, mit der Heldin, dem Orden des Chaos (Nur einer, der erkennbaren Bezüge!) und Vampis Feinden. Tatsächlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten, deswegen nur eine knappe Inhaltsangabe: Vampirella arbeitet inzwischen im Auftrag des Vatikan und soll ein entführtes Mädchen befreien, doch es läuft alles anders als gedacht und am Ende steckt unsere Heldin in ernsthaften Schwierigkeiten, als eine alte Gottheit droht, ihren Körper als Gefäß zu verwenden und Freunde plötzlich zu Feinden werden.

Puh, das war eine Menge Input. Weil es aber noch weitere interessante Titel gibt, die ich vorstellen möchte, welche jedoch nicht unbedingt im Horrorgenre spielen, komme ich bald mit einem weiteren Beitrag um die Ecke und stelle ein paar Comics vor, die sich nicht so einfach in eine Schublade stecken lassen. So sehr ich Superhelden auch mag, sie kriegen schon genug Aufmerksamkeit. Auf diesem Blog möchte ich immer wieder einen Blick über den Tellerrand wagen. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht und vielleicht haltet ihr nach der einen oder anderen Serie Ausschau.

Bis dahin,

 Thomas. 

Mittwoch, 28. Mai 2014

Geschichten entstehen wie Puzzle

Kennt ihr das? Ihr denkt an eine bestimmte Art von Geschichte und dass ihr eine solche gerne mal schreiben würdet. Aber ihr habt keine Idee. Seit längerem denke ich daran eine düstere SciFi-Geschichte zu schreiben, ich weiß aber noch nicht, worum es gehen soll. Im Moment stehen ohnehin andere Projekte an, weswegen das noch Zeit hat. Ich behalte es also im Hinterkopf.

Dann dachte ich aber auch daran, endlich mal wieder etwas wirklich gruseliges zu schreiben. Etwas, wonach selbst Superman zweimal nachgucken geht, ob er die Tür seiner Festung der Einsamkeit auch abgeschlossen hat und Batman bittet bei ihm zu übernachten. Aber ich hatte keine Idee. In letzter Zeit habe ich viel Wert darauf gelegt die Leute zu unterhalten. Dabei streute ich etwas Action und Humor in meine Horrorgeschichten. Gruselig waren sie vermutlich weniger, aber solange ich die Leute unterhalten kann,  ist das okay für mich. Ich grusle mich selber nur äußerst selten.

Aber dann fiel die Geschichte wie ein Puzzle zusammen. Ich war nicht auf der Suche nach Inspiration, wollte einen gemütlichen Sonntag verbringen, doch ich hab hier was gelesen, da was im Fernsehen gesehen und die Figur hatte ich ohnehin schon vor Augen. Nichts davon hatte mit dem andren zu tun, aber es passt wunderbar zueinander. Auf einmal begann die Geschichte zu leben.

Als Autor macht man sich auch viele Notizen zu Ideen, die später noch weiter ausgearbeitet werden sollen. Das kann manchmal innerhalb von Minuten, Stunden oder Monaten passieren. Eine trage ich seit einem Jahr mit mir herum und kürzlich dachte ich beim lesen eines Swamp Thing Comics, wie gerne ich mal über einen monströsen Helden schreiben würde, der ohne Schmalzlocke und nach außen gestülpte Unterhose auskommen muss (So sehr ich Superhelden auch mag...). So wie der Hulk, Hellboy oder Thing von den Fantastic Four. Und irgendwann fiel mir ein, dass ich letztes Jahr eine solche Figur samt Geschichte entworfen habe. Sie muss nur endlich geschrieben werden.

Manchmal sind Geschichten wie Puzzle. Wir müssen nur die richtigen Teile zusammenfügen und sehen dann das große Ganze.Wir sollten uns nicht darauf verkrampfen sie auf Teufel komm raus zu schreiben, sondern ihnen Zeit geben sich zu entwickeln und sehen, wohin uns das führt, denn dann entstehen Möglichkeiten, die wir vorher gar nicht in Betracht gezogen haben.

Deswegen stöbere ich auch so gerne in meinem Notizbuch und entdecke immer wieder Handlungen, die sich verbinden lassen und so wird aus einer Idee zu einer Kurzgeschichte plötzlich ein Roman. Es reicht auch ein einfacher Gedanke: "Was wäre wenn..."
Von Marvel Comics gab es mal die Serie "What if..." in welcher es jedes Mal zu Geschichten außerhalb der Kontinuität kam. Spider-Mans Tante May war plötzlich der neue Herold für den Weltenfresser Galactus, Wolverine war Herrscher der Vampire und Conan der Barbar wurde Anführer einer Gang in der Gegenwart. Ganz so wild müssen wir es ja nicht treiben, aber wenn ihr mal bei einer Idee nicht weiter kommt, fragt euch was wäre, wenn ihr jenen oder diesen Schritt wagt. Es muss nichts bedeutendes sein. Meine Figuren einen Schritt vor die Tür setzen zu lassen und die Handlung somit nicht nur an einem Ort spielen zu lassen, reichte bei mir plötzlich aus, der Geschichte viele weitere Facetten hinzufügen zu können. 
Klingt lächerlich, nicht wahr? Und deswegen ist es auch so einfach.

Bis dahin,

Thomas. 

Mittwoch, 21. Mai 2014

Die wunderschöne Welt der Horrorcomics - Teil 2

Weil es beim ersten Mal so schön war, gleich noch ein zweiter Teil zu "Die wunderschöne Welt der Horrorcomics". Im Moment scheinen die richtig angesagt zu sein und besonders Independentverlage setzen auf dieses Genre. Dank Plattformen wie Comixology können Fans auch auf eine gigantische Auswahl älterer Serien zugreifen. Fangen wir gleich mit einer solchen an.

Lurkers: (IDW. Deutsche VÖ: Keine.) Erschienen 2004, geschrieben von Steve Niles und gezeichnet von Hector... Wartet, es kommt gleich... Casanova! Malt euch mal aus, wie dieser Mann sich vorstellt. Mit seinen Zeichnungen hat er mich jedenfalls schnell überzeugen können.
Die Geschichte handelt von Ghouls. Leichenfressende Monster, die ich normalerweise langweilig finde, aber "Lurkers" hat solch eine intensive Atmosphäre, wie ich sie noch nie bei einem Comic erlebt habe. Bei Filmen, Büchern und Videospielen bekam ich schon mal ein mulmiges Gefühl. Aber kein Comicheft hat mich zuvor gegruselt. Die Geschichte um Detective Jack Dietz ist derart spannend und düster, dass sie dem Leser nicht so schnell aus dem Kopf gehen wird. Absoluter Geheimtipp, leider nicht in Deutschland erschienen.

Extinction Parade: (Avatar Press. Deutsche VÖ: Bisher keine, aber es würde mich nicht wundern, wenn es bei Panini erscheint, die auch andere Serien von Avatar veröffentlichen. Überhaupt erscheint bei denen doch inzwischen fast alles. Kommt man da als Fan eigentlich noch hinter her? Manchmal habe ich das Gefühl, die veröffentlichen mehr Comics, als in den USA erscheinen... Oh, ich schweife ab.)
Die Geschichte ist simpel wie genial. Geschrieben von Max Brooks, welcher schon den "Zombie survival guide" und das Buch "World war Z" (Kleiner Lesetipp nebenbei. Hat außer dem Titel nichts mit dem Film gemeinsam.) schrieb, schmeißt Zombies und Vampire in einen Topf und tatsächlich ist das richtig interessant. Die Toten sind auferstanden. Es herrscht Chaos und die Vampire denken sich: "Großartig. Jetzt brauchen wir uns nicht mehr zu verstecken, denn die Menschen haben ja genug andere Sorgen."
Also wird geschlemmt, dass sich die Balken biegen und wie das bei Avatar eben so ist, in äußert blutiger Form. Doch irgendwann raffen die Vampire, dass ihnen die Nahrung ausgehen wird, wenn die Toten ihnen alles weg futtern. Was werden sie also tun, wenn es keine lebende Menschen mehr gibt?
Im Juli startet die Serie mit einer neuen Nummer 1, unter dem Titel: "Extinction Parade: War".
Das Tempo war bis jetzt recht zäh, doch die gute Idee und die tollen Zeichnungen von Raulo Caceres können gut unterhalten. Die Serie wird übrigens demnächst fürs Fernsehen adaptiert.

Caliban: (Avatar Press. Deutsche VÖ: Siehe "Extinction Parade"... Aber während ich das hier schreibe sind auch erst zwei Ausgaben erschienen.)
Sci-Fi-Horror ist viel zu selten, oder? Es gibt gute Beispiele, wie die "Alien"-Reihe, "Event horizon", "Das Ding aus einer anderen Welt". Garth Ennis sorgt nun für etwas Nachschub und verkürzt somit die Wartezeit auf den Reboot von lizensierten Comictiteln wie "Aliens", "Predator" und "Prometheus", welche bald bei Dark Horse erscheinen werden.  Die Geschichte handelt von der Crew des Raumschiffes Caliban, welches mit einem außerirdischen Flugobjekt kollidiert. Die Crew nutzt gleich mal die Chance eine Sightseeingtour zu unternehmen. So etwas sieht man schließlich nicht alle Tage.
Ich bin ein großer Fan von Garth Ennis und als ich von "Caliban" las, konnte ich es kaum erwarten die erste Ausgabe in den Händen zu halten. Ich würde mir noch etwas mehr Tempo wünschen, aber was nicht ist, kann noch werden. Bis jetzt verläuft die Miniserie noch etwas überraschungsarm.

Ghosted: (Image Comics. Deutsche VÖ: ... Ihr wisst schon...)
Joshua Williamsons erster Mehrteiler seiner Serie "Ghosted" war eine Mischung aus "House on haunted hill" und "Ocean's eleven". Der Meisterdieb Jackson Winters soll einen Geist aus einem Spukhaus stehlen und stellt sich dafür ein Team aus spirituellen Figuren und Scharlatanen zusammen. Ein wirklich unterhaltsames Comic, dessen Held es gerade nach Mexiko verschlagen hat, wo er ein besessenes Mädchen aus den Fängen einer Sekte befreien soll. In beiden Fällen steckt mehr dahinter, als es zuerst scheint. Die Serie ist wirklich super. Zu Beginn der zweiten Storyline etwas zäh, dank der tollen Idee aber wirklich unterhaltsam und gerade nimmt sie wieder an Fahrt auf. Inzwischen ist mit "Nailbiter" eine zweite Serie von Williamson bei Image erschienen und wird mit guten Kritiken überhäuft. Es geht um eine Stadt, aus der mehr Serienkiller zu stammen zu scheinen, als aus irgendeiner anderen. In der ersten Ausgabe mag nicht viel geschehen, doch sie ist toll erzählt und nach "Ghosted" bin ich gespannt, was Williamson noch alles zu bieten hat.

Und dann sind da noch ein paar Serien, welche demnächst in den USA erscheinen und auf die ich mich besonders freue:

Empty Man: (Boom Stdudios)
Allmählich glaube ich, dass der Autor Cullen Bunn jede zweite Comicserie in den USA schreibt. Er arbeitet für DC, Marvel, Monkeybrain Press, Oni und bald auch für Boom und IDW. Aber wenn die Qualität die gleiche ist wie bei "The remains" (Siehe: "Die wundervolle Welt der Horrorcomics - Teil 1") freue ich mich darüber. "Empty Man" erzählt von einer mysteriösen Seuche, welche Menschen erst zu blutrünstigen Bestien mutieren und dann sterben oder in einen katatonischen Zustand verfallen lässt. Mit "The remains" hat Bunn bewiesen, dass er Horror schreiben kann. Ich wage es jetzt schon ihn als den Stephen King der Horrorcomics zu bezeichnen. Alleine die zwei Bilder, welche ich bisher von "Empty Man" gesehen habe, konnten mich von der dichten Atmosphäre überzeugen. Im Juni weiß ich dann mehr.

The devilers: (Dynamite Entertainment)
Eigentlich meide ich Dynamite ein wenig. Viele Serien konnten mich gar nicht, oder nur kurz überzeugen. Wollen wir mal hoffen, dass das interessante Konzept von "The devilers" besser da steht. Es geht um eine Gruppe Exorzisten, welche das Böse bekämpft. Ein Horrorcomic mit dem Flair von Buddymovies wie "Nur 48 Stunden", "Lethal Weapon" und so weiter, was den Humor angeht. Flapsige Sprüche sind also schon einmal vorprogrammiert. Ich bin sehr gespannt auf diese Mischung. Die erste Ausgabe erscheint im Juli.

Godzilla: Catalysm: (IDW)
Cullen Bunn schlägt wieder zu und schreibt für IDW eine Miniserue um meine Lieblingseidechse. Bleibt zu hoffen, dass die Serie mehr Godzilla entählt, als der neueste Film und dass sie nicht so entsetzlich gezeichnet ist, wie die derzeitige, monatliche Serie. Bisher konnte IDW mich mit seiner ersten Serie um Godzilla überzeugen, welche von Eric Powell geschrieben wurde. Besonders gut blieb mir auch John Laymans Miniserie "Godzilla: Gangsters and Goliaths" im Gedächtnis, welche ich als "Die hard" meets "Godzilla" bezeichnen würde. Nach diesen Serien solltet ihr Ausschau halten. Im August beginnt Bunns Miniserie um den jungen Hiroshi, welcher in einer apokalyptischen Welt eine Verbindung zu Godzilla entdeckt.

Und dann sind da noch die oben schon erwähnten Titel "Predator", "Aliens", "Prometheus" und "Aliens vs. Predator". Da Dark Horse die Rechte an den "Star Wars"-Comics an Marvel/Disney verloren hat, setzen sie wieder auf altbewährte Verkaufsschlager. Wann die Serien erscheinen, weiß ich leider noch nicht.

Vielleicht war die eine oder andere Serie dabei, die euch neugierig gemacht hat und nach der ihr nun Ausschau halten wollt. Ein dritter Teil von "Die wunderschöne Welt der Horrorcomics" kommt bestimmt. Schließlich gibt es mehr als genug solcher Comics und ich kann mich gar nicht an ihnen satt lesen.

Bis dahin!