Mittwoch, 23. Dezember 2015

Ghostreader: Geistertürchen 2015 - 23. Türchen

Auch dieses Jahrhabe ich wieder beim Adventskalendar von Projekt Ghostreader teilgenommen und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mir eine Geschichte auszudenken und zu schreiben. Die Idee für 2016 steht bereits fest. Für dieses Jahr sind sogar mehrere Weihnachtsgeschichten geplant.

Die Illustrationen zu "Abschied von Julia" stammen von meiner Frau. 

Ich wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen und schöne Feiertage!



Ghostreader: Geistertürchen 2015 - 23. Türchen: Schon letztes Jahr war Thomas Williams ein Teil des Adventskalenders und er war so begeistert, dass er gerne wieder teilnahm. Korrektur,...

Freitag, 18. Dezember 2015

Meine Bestenlisten 2015: Comics

Das Jahr geht zu Ende und wahrscheinlich blickt jeder auf die vergangenen zwölf Monate zurück, um noch einmal drüber nachzudenken, ob es ein gutes oder ein schlechtes Jahr war. 2015 hatte Höhen und Tiefen. Private Details gehören aber weder hierher, noch irgendwo anders ins Internet , deswegen habe ich gedacht, ich mache mich nützlich und stelle euch nach und nach meine Highlights in Sachen Comics, Bücher und Filme vor. Vielleicht kennt ihr das eine oder andere Machwerk, stimmt mir zu oder schreit den Bildschirm an, was ich mir eigentlich einbilde, so etwas zu empfehlen. Oder ihr entdeckt etwas Neues für euch, stimmt mir hinterher zu oder schreit den Bildschirm an, was ... Na, ihr wisst schon.

Kommen wir zuallererst zu meinen fünf Comichighlights im Jahr 2015. Soweit ich weiß, sind die Serien noch nicht in Deutschland erschienen, aber Panini Comics haut hier so ziemlich alles raus, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Ich wette, dass es hier und da nur ein paar Monate dauern wird, bis die Serie auf Deutsch erscheint. Wer Englisch kann, ist also vorerst im Vorteil.

Army of darkness: Ash in Space (Dynamite Comics)

Die "Army of darkness" Comics pendeln zwischen Blödsinn und netter Unterhaltung. "Ash in space" von Cullen Bunn macht aber richtig Spaß. Zwar hat man alles schon mal gesehen, Bunn verpackt es aber auf geschickte Art und Weise neu. Hinzu kommen nicht nur Anspielungen auf die Filme um Ash, sondern auch auf bekannte SciFi-Klassiker.
Kein Blödsinn. Auch keine gute Unterhaltung. Sondern beste Unterhaltung!

Harrow County (Dark Horse)

Wieder Cullen Bunn. Es ist leichter die Titel aufzuzählen, die er nicht schreibt, als jene, die er tatsächlich schreibt. Seine Arbeiten für Marvel und DC sind ganz gut, wirklich genial finde ich aber seine eigenständigen Serien. Die Miniserie "Remains" ist wahnsinnig düster und ich hatte lange auf neuen, ähnlichen Stoff von ihm gehofft. "Harrow County" ist zwar ein ganz klein wenig harmloser, bietet aber so viele groteske Ideen, dass selbst hartgesottene Horrorfans immer wieder auf ihre Kosten kommen.
Die Geschichte erzählt von einem Mädchen, das erfahren muss, dass sie eine wiedergeborene Hexe ist. Diese wurde von einem Mob umgebracht und hat viele Beziehungen zu Monstern und Dämonen, die in den umliegenden Wäldern leben. Zwar ist ihr wiedergeborenes Ich eine vollkommen andere Person,  ein paar der Monster scheinen aber noch eine alte Rechnung mit dem alten Ich der Serienheldin offen zu haben.

Carnage (Marvel)

Okay, hier muss ich etwas weiter ausholen. Carnage ist ein Gegner von Spider-Man. Ein Ableger von seinem bekannteren Gegner Venom (Siehe "Spider-Man 3"). Unter dem lebenden Kostüm steckt der Serienmörder Cletus Kasidy, der nach mehreren Miniserien und One-Shots nun eine eigene, monatliche Serie bekommen hat. Die Idee um einen Serienmörder mit einem Kostüm, das er als Waffe nutzen kann, gefiel mir schon immer, aber Carnage wirkte leider jahrelang recht lächerlich. Vielleicht konnte sein Potenzial in den Spider-Man Comics nicht voll ausgeschöpft werden. Außerhalb dieser war er nämlich immer ziemlich düster und brutal. So auch jetzt!
Zuerst dachte ich bei Gerry Conways monatlicher Serie an Ridley Scotts Film "Alien". Eine Gruppe Söldner soll Carnage ausschalten, doch dabei kommt es zur Katastrophe und sie fallen in ein unterirdisches Tunnelsystem, in dem sie von dem Monster gejagt werden, statt umgekehrt. Conway hat sein Versprechen übernatürliche Marvelfiguren von früher auftreten zu lassen, bereits eingehalten und die Previews auf die nächsten Ausgaben erinnern mich positiv an die "Evil Ernie" Comics von Chaos! Comics. (Ein kleiner Verlag, den es inzwischen nicht mehr gibt. Die "Helden" waren allesamt Monster oder Anti-Helden. Oftmals trashig, aber auch sehr unterhaltsam.) Evil Ernie war ein Zombie, der andere Zombies erschaffen konnte und die Menschheit ausrotten wollte. Und daran denke ich bei Carnage. Wie früher folgen wir einem Mörder und schämen uns, ihn zu feiern. Ich habe lange auf eine änliche Serie wie "Evil Ernie" gewartet. Das Reboot bei Dynamite Comics hat mich leider maßlos enttäuscht. Jetzt hoffe ich nur, dass "Carnage" nicht allzu früh wieder eingestellt wird, denn besonders langlebig sind Serien um Schurken leider nicht.

Aliens/Vampirella (Dark Horse/Dynamite)

Ja, genau" Die Aliens und die Vampirella treffen aufeinander. Die Xenomorphe, die Sigourney Weaver viermal das Leben schwer gemacht haben, treffen nun auf die Vampirbraut vom Planeten Drakulon. Klingt abgefahren und macht tierisch Spaß!
In einem verborgenen Höhlensystem unter der Marsoberfläche stoßen Wissenschaftler auf Relikte einer Vampirrasse und die allseits beliebten Aliens. Vampirella soll helfen und steht bald zwischen allen Fronten. Die Menschen trauen ihr nicht, die Aliens wollen sowieso alle vernichten und dann sind da noch diese uralten Vampire, mit ihren undurchsichtigen Machenschaften. Ehrlich. Leute. Das ist das beste Comic Crossover seit langer Zeit!

Bloodshot: Reborn (Valiant)

Kein Horror, aber trotzdem megageil und eines meiner monatlichen Highlights.
Weiter oben erwähnte ich, dass ich Cullen Bunn lieber eigenständig, als bei lizenzierten Titeln mag. Mit dem Autoren von "Bloodshot: Reborn" Jeff Lemire verhält es sich genau umgekehrt. Sein "Animal Man" für DC war der Hammer und eine waschechte Horrorserie, was der Titel nicht vermuten lässt.
Nächstes Jahr schreibt er Marvels schizophrenen Anti-Helden "Moon Knight", worauf ich mich wahnsinnig freue. Lemires eigenständige Serien finde ich allerdings immer wieder recht belanglos.
Egal, kommen wir zu Bloodshot. Ein Charakter aus den 90ern, der mitsamt seinem Verlag Valiant Comics lange von der Bildfläche verschwand.
Inzwischen haut Valiant einen Geheimtipp nach dem anderen raus und "Bloodshot: Reborn" ist der Nachfolger zu Duane Swierczynskis "Bloodshot" Serie. Ich muss zugeben, dass ich diese (noch) nicht kenne, aber das ist auch nicht nötig, um Lemires Run zu verstehen.
Bloodshot ist eine Killermaschine. Von der Regierung erschaffen und dank Nanomaschinen praktisch unsterblich. Früher war er mal ein Mensch, doch an dieses Leben erinnert er sich nicht mehr.
In "Reborn" hat er jedoch keine Nanomaschinen mehr in seinem Blut. Die stecken in den Körpern anderer Menschen, die teilweise Amok laufen. Bloodshot versucht sie aufzuhalten, was auch bedeutet, die Nanomaschinen nach und nach wieder aufzunehmen und wieder zur Maschine zu werden. Das gleiche Ziel verfolgt auch ein Serienmörder, der ihm immer wieder einen Schritt voraus ist.
"Bloodshot: Reborn" ist eine echt abgefahrene Mischung aus Noir Thriller und Road Movie.

Das waren also meine fünf Highlights in Sachen Comics für dieses Jahr. Ich hoffe, ich habe euch etwas neugierig machen können. Natürlich könnte ich auf jede Serie noch weiter eingehen, aber das würde den Rahmen sprengen und ich will auch nicht zu viel verraten.

Nächstes Mal geht es weiter mit meinen fünf Filmhighlights 2015.

Bis dahin,

Thomas. 

Dienstag, 15. Dezember 2015

Jan und Phil sind endlich da

Gestern war es endlich so weit. Meine Novelle "Die grausigen Abenteuer von Jan und Phils Kopf" hat das Licht der Welt erblickt und ist ab sofort als Taschenbuch bei Amazon zu haben.
Über den langen, beschwerlichen Weg, den meine beiden Titelhelden hinter sich haben, habe ich in meinem letzten Post geschrieben.
Warum ich mich aber dazu entschlossen habe, die Geschichte als Selfpublisher zu veröffentlichen und nicht einem Verlag anzubieten, habe ich noch gar nicht erklärt.

Anfangs war die Novelle für einen Verlag geplant gewesen. Ich hatte bereits einen ins Auge gefasst und möchte an dieser Stelle betonen, dass ich bisher nur gute Erfahrungen mit Verlagen und Lektoraten gemacht habe. Es ist nie böses Blut geflossen, es gab keine inhaltlichen Änderungen oder so. Ich hatte immer Narrenfreiheit und habe dank Verlegern und Lektoren eine ganze Menge gelernt.
"Die grausigen Abenteuer von Jan und Phils Kopf" ist jedoch kein ganz einfaches Werk. Zumindest für mich nicht.
Ich habe lange dran geschrieben, obwohl es nur etwas mehr als 120 Seiten geworden sind. Die Geschichte um einen halluzinierenden Helden, der glaubt auserwählt zu sein, die lebenden Toten bekämpfen, erwies sich als schwer umsetzbar. Ich wusste oft nicht, ob ich vielleicht zu weit gehe, was die verrückten Trugbilder und den schwarzen Humor betrifft. Meine Testleser waren allerdings begeistert und ich hoffe, dass das auch die Käufer betrifft.

Ich entschloss mich, es zu riskieren und die Geschichte auf eigene Faust zu veröffentlichen. In Benjamin Ressel fand ich einen tollen Lektor, der mich immer wieder unterstützt hat und mit dem ich auch weiterhin zusammenarbeiten möchte, wenn ich wieder mal das Abenteuer Selfpublisher wage. Und ich werde auch wieder an Verlage herantreten. Es gibt genug Ausschreibungen, denen ich nicht widerstehen kann und Ideen, die verwirklicht werden wollen.

Jan und Phil sind ein echtes Wagnis für mich gewesen. Eine Zombiegeschichte, die sich von allen anderen abheben soll. Und auch sonst vieles anders macht, als andere Geschichten. Trotzdem bin ich sehr stolz auf mein Werk, sonst wäre es in der Schublade gelandet. Und dafür steckt zu viel harte Arbeit drin.