Sonntag, 28. August 2016

"The Shallows" - Selten sahen Haiangriffe so gut aus

"The Shallows" von Jaume Collet-Serra ("Non-Stop", "Unkonwn Identity", "Orphan") handelt von einer jungen Surferin namens Nancy (Blake Lively), die in Mexiko einen geheimen Strand aufsucht, um dort ein paar Wellen zu reiten. Außer ihr und zwei weiteren Surfern gibt es dort weit und breit niemanden. Abgesehen von einem verdammt großen und wirklich gerissenen Hai, der Nancy zwingt, sich verletzt auf einen Felsen zu retten. Weit entfernt vom Ufer und von jeglicher Hilfe.
 
Als ich zum ersten Mal von "The Shallows" gehört habe, dachte ich, dass der Film als Kurzgeschichte oder vielleicht als Buch super funktionieren könnte. Aber warum sollte ich etwa 90 Minuten dabei zusehen, wie eine Frau auf einem Felsen festsitzt?
Ich sage es euch: Weil der Film unglaublich gut aussieht und verdammt spannend ist.

Es lohnt sich wirklich, den Film auf der großen Kinoleinwand zu sehen, denn die Aufnahmen zu Land und zu Wasser sind großartig und kommen dort bestimmt am besten rüber. Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, eine Shampoowerbung zu gucken, aber der Film nimmt sich nicht zu viel Zeit, um in einen waschechten Survival-Thriller umzuschlagen. Der Hai entstand zwar komplett am Computer, sieht aber immer bedrohlich und glaubwürdig aus. So wie der Rest des Films, der größtenteils wohl auch im Studio gedreht wurde.
Nancy erweist sich als ziemlich erfinderisch, was mich oft an McGyver denken ließ. Ihr einziger Freund auf dem Felsen ist eine verletzte Möwe (Steven Seagull in seiner bisher besten Rolle.) die einen nicht nur durch ihre bloße Anwesenheit irgendwie unterhält, sondern, um die man sich irgendwann sogar Sorgen macht. Ja, ich war mehrmals nahe dran zu schreien: "Nicht die Möwe fressen! Nicht die Möwe fresseeeen!"
Ob Nancys Überlebenskampf in der Realität genauso lange hätte dauern können, sei mal dahin gestellt. Ich gucke Filme, um unterhalten zu werden. Nicht, um das Haar in der Suppe zu suchen. Und ob sie und Steven überleben, soll hier natürlich auch nicht verraten werden.

Wie schon erwähnt, sieht der Film super aus. Die Farben sind beeindruckend. Die Szene, in welcher der Hai Nancy unter Wasser zum ersten Mal verletzt, werde ich wohl nie vergessen. Genau so manch andere Stellen, bei denen ich mich gefragt habe, wann ich das letzte Mal einen Film dieser Art, mit solch einem geilen Look gesehen habe. Mir fällt da jetzt nur "Crimson Peak" ein, aber die Filme lassen sich nicht vergleichen. Und falls ihr nun wissen wollt ob, "The Shallows" es mit "Der weiße Hai" aufnehmen kann ...
Meine persönliche Meinung: Jein, denn auch, wenn es in beiden Filmen um einen mörderischen Hai geht, so sind auch sie zu unterschiedlich, um sich vergleichen zu lassen. Trotzdem muss "The Shallows" sich nicht hinter Spielbergs Film verstecken. Nach "Sandsharks", "Sharknado" "Ghost Shark" und ähnlichem Trash ist Collet-Serras Film eine echte Wohltat. An dieser Stelle möchte ich euch noch seinen Film "Orphan - Das Waisenkind" und sein Remake von "House of Wax" ans Herz legen. Ebenfalls zwei Filme, von denen ich nicht viel erwartet hatte und die mich beeindruckt haben.

"The Shallows" ist ein weiterer Beweis dafür, dass simple Ideen großartige Vorlagen sein können. Egal, ob für Bücher oder Filme. Es muss kein "Herr der Ringe" mit zwanzig verschiedenen Rassen und Sprachen sein, um einen an den Sessel zu fesseln. Es reichen ein sympathischer Charakter, mit dem man mitfiebert und eine tödliche Bedrohung.

Für mich einer der besten Filme des Jahres.

Bis dahin,

Thomas




Dienstag, 23. August 2016

Der Ruf des Old School Horrors

Wie immer, wenn die Kollegen fragen, wie der Urlaub war, sage ich: "Zu kurz."
Ich hatte zwei Wochen frei und somit Zeit, mal wieder einen freien Kopf zu kriegen und mir unter anderem Gedanken über das Schreiben zu machen. Eigentlich wollte ich 2016 an vielen Ausschreibungen teilnehmen und das habe ich auch getan. Ein paar muss ich nun aber auslassen. Anfang des Jahres lief es noch super, dann machten mir gesundheitliche und zeitliche Probleme einen Strich durch die Rechnung.

Und obwohl ich nun gut aufgeholt habe, habe ich in den letzten zwei Wochen irgendwann den Entschluss gefasst, es dennoch ruhiger angehen zu lassen. Wenn alles läuft, wie die Verleger und Herausgeber es sich vorstellen, werde ich dieses Jahr noch in 5 Anthologien veröffentlicht. Und für 2017 gibt es auch schon Pläne. Ich werde also bald über 20 Veröffentlichungen vorweisen können und das macht mich wahnsinnig stolz.

Dass ich es ruhiger angehen lassen will, heißt aber nicht, dass ich aufhöre oder weniger schreibe. Ich möchte mich nur mehr auf längere Geschichten konzentrieren. Kurzromane und hoffentlich bald auch einen richtigen Roman. Zwei Geschichten in diese Richtung stehen bereits in den Startlöchern und ich bin schon dabei zu recherchieren und mich inspirieren zu lassen.

Auch habe ich in letzter Zeit immer wieder das Verlangen gehabt, wieder mehr altmodischen Horror zu lesen und zu schreiben. Ich mag sowohl solchen, als auch Splatter und ich werde auch weiterhin in beiden Genres schreiben, aber es ist merkwürdig, dass es mich immer wieder zu unblutigeren Filmen und Büchern zieht. Anfang des Jahres hat mich der Film "It follows" restlos begeistert. Von da an hatte ich wieder Lust auf atmosphärischen Horror. Ich schaute mir Filme wie "Oculus" und "Still" an, die mir ebenfalls gefielen.
Herausgeber und Autor Markus Kohler fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, an einer Anthologie names "Unheimliche Geschichten" teilzunehmen. Es sollte um Spukgeschichten im klassischen Sinne gehen und es wurde extra drauf hingewiesen, dass kein Splatter gesucht wird. Der Zeitpunkt war praktisch perfekt, da ich richtig Lust hatte, mich mal wieder an solch einer Story zu versuchen. Das fertige Ergebnis wird am 31.08.16 im Karina Verlag erscheinen.
Achtung! Blödes Wortspiel: Und seitdem habe ich Blut geleckt.
Zwei Bücher, die ich im Urlaub regelrecht verschlungen habe, waren "The Dark" von James Herbert und "Nightcrawlers" von Tim Curran. Beides sind großartige Symbiosen aus harten Splatter- und Schauergeschicchten. Curran ist einer der wenigen Autoren, die es schaffen, dass ich mich beim Lesen unwohl fühle.
Und gerade eben habe ich ein Interview mit James Wan gelesen. Der Regisseur von Filmen wie "The Conjuring 1+2", "Saw", "Insidous 1+2" fühlt sich in unblutigeren Filmen wohler, als in brutalen Streifen. Es ist, als würde ich immer wieder mit der Nase drauf stoßen. Als würde mich etwas in diese Richtung lenken.

Ich habe nicht vor, ganz auf Splatter zu verzichten. Harte Horrorszenen mit fiesem Humor zu schreiben, macht mir viel zu viel Spaß. Beim Erfinden gewisser Szenen hoffe ich immer, dass der Leser genauso drüber schmunzeln kann, wie ich. Aber ich möchte mich in nächster Zeit etwas von dem Trashfaktor entfernen, der mir oft im positiven Sinne nachgesagt wird. Ich liebe Zombies, Werwölfe, Vampire, Monster in allen Formen, Farben und Größen und es wird sie auch weiterhin in meinen Geschichten geben. Aber ich möchte einen Gang zurückschalten und mich hier und da an schleichendem Horror versuchen. Gepaart mit einigen, blutigen Szenen.  

Wie schon so oft heißt es: Lange Rede, kurzer Sinn.
Viel wird sich nicht ändern, aber ich möchte als Autor immer besser werden und mich weiter steigern. Neue Dinge ausprobieren und mir Geschichten ausdenken, die es so hoffentlich noch nicht gegeben hat. Hoffentlich kann ich euch schon bald ein paar erste Ergebnisse präsentieren. 2017 dürfte es dann soweit sein.

Bis dahin,

Thomas. 

Mittwoch, 10. August 2016

Meine Schrei(b)woche 08.08.2016 - 10.08.2016



Nachdem ich zuletzt über das Schreiben selbst geschrieben habe, jetzt mal wieder dazu, was ich in letzter Zeit so getrieben habe.

Gerade eben konnte ich eine Kurzgeschichte beenden. Sie muss noch überarbeitet werden, aber ich bin sehr zufrieden und gespannt, was die Herausgeberin sagen wird. Die Idee ist nicht unbedingt das, was gesucht wird, davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen, denn Herausgeber wünschen sich unterschiedliche Geschichten für ihre Sammlungen. Mit meiner Geschichte tanze ich sicherlich etwas weiter außer der Reihe, aber ich hatte einen Mordsspaß daran, sie zu schreiben. Und das war es wirklich wert!

Eine Novelle ist zur Hälfte überarbeitet und schreitet auch sehr gut voran. Eigentlich sollte sie längst fertig sein, aber 2016 war bisher einfach der Wurm drin. Gesundheitlich und zeitlich. Deswegen möchte ich mir für 2017 weniger vornehmen. Und dafür längere Projekte schreiben.  So fällt es mir leichter an einem Projekt dran zu bleiben. Ich bin nun in bald 20 Büchern veröffentlicht, reiche dieses Jahr noch ein paar Geschichten ein. Es ist an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren und zu versuchen, mehr Bücher mit meinem Namen auf dem Cover in die Regale zu kriegen.

Negative Nachrichten bleiben nicht aus und so verschieben sich die nächsten Veröffentlichungen von August auf Oktober. Dann dürften aber gleich drei Anthologien erscheinen, in denen ich vertreten bin. Eine weitere erscheint im November und für Dezember steht auch schon was fest. Es könnte sogar sein, dass sich noch eine weitere dazu mogelt.
Das war nun nicht wirklich negativ, jedoch hatte ich gehofft, von August bis einschließlich Dezember monatlich mit einer neuen Veröffentlichung glänzen zu können. Egal, Hauptsache sie kommen.  

Wirklich schade finde ich aber, dass ich es nicht hinbekommen habe, für eine Ausschreibung  eine Science Fiction Geschichte zu schreiben. Sie wäre einfach nicht das geworden, was ich mir darunter vorgestellt habe. Dafür fehlte mir der Platz und somit das nötige Feeling. Es wäre meine erste in dem Genre gewesen und ich wollte es (Wie eigentlich immer) so gut wie möglich machen. Vielleicht werde ich sie irgendwann in einer längeren Version schreiben. Jedoch hat das erst einmal keine Priorität.

Soviel also dazu, was ich in letzter Zeit getrieben habe. Ein kleiner Blick in die Zukunft gefällig?

Wie schon erwähnt, werden dieses Jahr noch mehrere Bücher erscheinen, die je eine Geschichte von mir enthalten. Schreiben möchte ich dieses Jahr noch weitere 4 – 5 Kurzgeschichten, die dann 2017 erscheinen könnten, je nachdem, wie es läuft. Ob ich es zeitlich schaffe und ob die Verlage zusagen. Meine Novelle möchte ich auf jeden Fall noch in diesem Sommer beenden und mich dann in die Recherche für das nächste, größere Projekt stürzen. Ob es wieder eine Novelle oder doch ein Roman wird, kann ich noch gar nicht sagen. Da lasse ich mich selber überraschen. Es war als Novelle geplant, aber die Geschichte wächst und wächst.  

Das war es erst einmal von mir. Dieser Post ist ohnehin wieder einmal viel länger geworden, als ich es beabsichtigt hatte. ;-)

Bis dahin,

Thomas.