Donnerstag, 15. Dezember 2016

Ein Interview in drei Akten

Wer von euch Facebook nutzt, kann sich heute ein dreiteiliges Interview mit mir durchlesen. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel, Buchvorstellungen und noch mehr. Reinschauen lohnt sich also ;-)

Bitte hier entlang:
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Freitag, 2. Dezember 2016

Die Nacht der reitenden Leichen - Die total vergessene Erinnerung




Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, als ich zum ersten Mal "Blutgericht der reitenden Leichen" gesehen habe. Auf jeden Fall war ich zu jung für den Film, aber das hat mich ja nie gestört.Und damit begann auch eine bis heute anhaltende Fanliebe. Die Filme mögen Trash sein, können aber bestens unterhalten.

Heute habe ich mir den ersten Teil, "Die Nacht der reitenden Leichen", zum ersten Mal uncut angesehen. Nachdem ich ihn bestimmt mehrmals gesehen habe und ihn sogar einmal in schlechter Qualität auf VHS besaß, musste ich feststellen ... Ich konnte mich an nichts erinnern. An gar nichts. Und so fühlte sich dieser Film vollkommen neu für mich an.

Ich wurde richtig nostalgisch, denn das waren noch Zeiten, als es in Filmen um verlassene Gegenden ging, die von Einheimischen gemieden wurden, die aber junge Frauen in kurzen ... sehr kurzen Hosen nicht daran hinderten, in ihr Verderben zu laufen. 

Als Männer noch Schweißflecken unter den Armen haben durften, die selbst denen von Godzilla Konkurrenz machten. Zombies, waren so langsam wie Opa Peter, und doch entkam man ihnen nicht. Selbst dann nicht, wenn man um eine Säule herum und ihnen direkt in die Arme rannte. (Mal ehrlich: Was hat die Frau erwartet? Dass die Zombies ihr folgen und sich unterwegs verlaufen?) Dabei reicht auch noch die Zeit für ein Telefonat ... Okay, da musste ich echt lachen. Ich meine ... Erst wegrennen und dann jemanden anrufen, während der Zombie auf einen zukommt?

Diese düstere Musik, die oft in schnellen Zooms und Schreien endet. Und ein paar Zeitlupenszenen von den reitenden Leichen, die wirklich gut aussehen. Wenn man nicht darauf achtet, dass manche von ihnen stocksteif im Hintergrund stehen. Wie Puppen. Was sie wohl auch sind. 

Uncut bedeutet aber auch, dass viele Szenen, die wohl entfernt wurden, um den Film zu straffen, neu synchronisiert wurden und jeder Schauspieler zwei verschiedene Stimmen hat. Die eine ist nicht ganz so gut, die andere klingt wie ein gelangweilter Pornodarsteller. Besonders brutal ist der Film nicht. Etwas Kunstblut hier, ein wenig nackte Haut da. Kaum der Rede wert.

Warum mag ich diese Filme also so sehr? Nun ja, sie haben viele klassische Elemente, herrlich reißerische Titel, tolle Filmposter und so weiter. Der Trashfaktor ist hoch, aber handgemacht, old school und deswegen so sympathisch. Es gibt noch viel mehr, was ich über diese Filme erzählen könnte, aber das mache ich, wenn ich mir die drei (!!!) Sequels angesehen habe.

Bis dahin,

Thomas.